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22. Dezember 1642: Das „Privilegium“ König Władysław IV. für die Mennoniten im Marienburger Werder
Das Privileg von 1642 ist im Kern eine königliche Bestätigung: Die Mennoniten erhalten nicht nur „Gnade“, sondern eine Rechtsgrundlage, auf die sie sich gegenüber lokalen Behörden, Grundherren oder kirchlichen Stellen berufen konnten. In einer zeitnahen Zusammenfassung wird deutlich, dass Mennoniten selbst aktiv um diese Bestätigung nachsuchten – 1642 beantragten sie die Bestätigung ihrer bestehenden Privilegien durch Władysław IV.

Redaktion
22. Dez. 2025


21. Dezember 1553: Mennonitische Hilfe zu Weihnachten
Am 21. Dezember 1553 liegt vor der mecklenburgischen Hansestadt Wismar ein Schiff im Eis fest. An Bord: reformierte Glaubensflüchtlinge aus England – Menschen, die wenige Monate zuvor ihre Gemeinde und ihre Existenz zurücklassen mussten.

Redaktion
21. Dez. 2025


17. Dezember 1801: Landkauf gegen Kantonpflicht: Gewissenskonflikt bei Mennoniten
Für die Mennoniten war die Frage der Wehrlosigkeit keine „private Angelegenheit“, sondern ein Glaubensgrundsatz: Waffen- und Kriegsdienst zu leisten galt als nicht vereinbar mit dem eigenen Bekenntnis. Genau hier entstand der innere Konflikt.

Redaktion
17. Dez. 2025


16. Dezember 1930 – Die Flucht eines mennonitischen Dorfes über den Amur
Am späten Abend, bei Temperaturen von bis zu –50 °C, begann die Flucht. Nachdem die Wachposten aus New York sich wegen der Kälte zurückgezogen hatten, wurde gegen Mitternacht das vereinbarte Zeichen gegeben. Kühe wurden freigelassen, Frauen und Kinder in die Schlitten gesetzt, Lichter brannten weiter in den Häusern, das Abendbrot blieb auf den Tischen stehen – sichtbare Zeichen eines endgültigen Abschieds.

Redaktion
16. Dez. 2025


13. Dezember 1876 – Heinrich Wiebe erfriert bei Steinbach
Als die ersten mennonitischen Siedler in den 1870er-Jahren im East Reserve in Manitoba ankamen, standen sie vor einer Pionierwirklichkeit, die sich nicht romantisch, sondern hart anfühlte: weite Wege, wenig Infrastruktur – und ein Winter, der Fehler kaum verzieh. Zwischen 1874 und 1878 siedelten dort rund 3.000 Mennoniten in geschlossenen Dorfgemeinschaften nach europäischem Muster.

Redaktion
13. Dez. 2025


12. Dezember 1830 – Gründung des Landwirtschaftlichen Vereins in der Kolonie Molotschna
Der Verein entwickelte sich in den folgenden Jahrzehnten zu einer zentralen Institution der Kolonie und prägte die landwirtschaftliche Entwicklung der Mennoniten in Russland nachhaltig.

Redaktion
12. Dez. 2025


08. Dezember 1873 – Mennoniten auf der Tagesordnung des US-Kongresses
Im Repräsentantenhaus in Washington werden an diesem Tag mehrere Petitionen verlesen, die sich alle um dasselbe Anliegen drehen: Mennoniten aus Russland und Preußen wünschen sich zusammenhängende Siedlungsgebiete auf öffentlichem Land in den USA – mit gesicherter Religionsfreiheit und ohne Verpflichtung zum Militärdienst. Im Mittelpunkt steht dabei der Abgeordnete Herr Abraham Smith aus Pennsylvania, der eine Petition „der Vertreter der Mennoniten in Südrußland und Preußen“

Redaktion
8. Dez. 2025


07. Dezember 1542: Kaiser Karl V. verhängt das Todesurteil über Menno Simons
Am 7. Dezember 1542 wird in den Niederlanden ein kaiserliches Plakat veröffentlicht, das sich ausdrücklich gegen einen ehemaligen katholischen Priester aus Friesland richtet: Menno Simons. In diesem Mandat, das im Namen Kaiser Karls V. erlassen wird, wird Menno als gefährlicher Täuferführer bezeichnet; seine Lehre gilt als Verführung „einfacher Leute“, die heimlich und bei Nacht betrieben werde.

Redaktion
7. Dez. 2025


05. Dezember 1531 Hinrichtung von Jan Folkertsz Trypmaker
Am 5. Dezember 1531 endet auf dem Richtplatz von Den Haag das kurze, aber folgenreiche Wirken eines Mannes, der zu den frühesten Leitern der niederländischen Täufer zählt: Jan Folkertsz (Volkertsz) Trypmaker. Seine Hinrichtung steht exemplarisch für das harte Vorgehen Habsburgs gegen die junge Täuferbewegung – und markiert zugleich einen Wendepunkt für die entstehende Amsterdamer Gemeinde.

Redaktion
5. Dez. 2025


05. Dezember 1868: Neues Wehrgesetz in Österreich
Für die mennonitischen Kolonien Galiziens bedeutete dieses Gesetz, dass ihr altes Privileg von 1789 in Frage stand. Eine Einberufung zum regulären Waffendienst hätte die Mennoniten in einen direkten Konflikt mit ihrem Glaubensverständnis gebracht: Nach ihrer Interpretation der Bergpredigt durfte ein Christ nicht töten und nicht zum Kriegshandwerk greifen.

Redaktion
5. Dez. 2025


04. Dezember 1721: Einladung an die Mennoniten
Der 4. Dezember 1721 markiert einen seltenen historischen Moment: Ein König, berühmt für seine militärische Härte und Ordnungsliebe, gewährt einer pazifistischen Minderheit außergewöhnliche Freiheiten – weil er ihre Fähigkeiten schätzt und sie für den Wiederaufbau seines Landes benötigt.

Redaktion
4. Dez. 2025


4. Dezember 1762: Katharina II. öffnet Russland für ausländische Siedler
Als Katharina II. im Sommer 1762 den russischen Thron bestieg, stand ihr Reich vor einer doppelten Herausforderung: Einerseits war der Siebenjährige Krieg noch nicht beendet, andererseits blieb ein großer Teil der Agrarflächen ungenutzt. Die neue Zarin setzte – ganz im Geist des aufgeklärten Kameralismus – auf Landwirtschaft als Grundlage von Wohlstand.

Redaktion
4. Dez. 2025


3. Dezember 1922: Ein Stück Blei als Dank
Am 3. Dezember 1922 richteten die Mennoniten der mennonitischen Kolonie Chortitza am Dnepr ein tief bewegendes Dankschreiben an ihre Glaubensgeschwister in Nordamerika. Was auf den ersten Blick wie ein formaler Dankesbrief erscheinen könnte, war in Wahrheit ein Dokument aus einer Welt am Rand des Zusammenbruchs – und zugleich ein Zeugnis eines überraschend erfolgreichen, Hilfseinsatzes weit über Landesgrenzen hinaus.

Redaktion
3. Dez. 2025


1. Dezember 1944: Kanada meldet 9.329 Kriegsdienstverweigerer
Der 1. Dezember 1944 steht daher für mehr als eine statistische Meldung: Er erinnert an jene, die in einem Zeitalter der Gewalt den Mut hatten, friedlich zu bleiben – und dennoch Verantwortung übernahmen.

Redaktion
1. Dez. 2025


1. Dezember 1825: Der Tod des Zaren Alexander I. in Taganrog
Als am 1. Dezember 1825 die Nachricht aus dem südlichen Hafenstädtchen Taganrog eintraf, erschütterte sie das Russische Reich bis ins Mark: Zar Alexander I. war gestorben – überraschend, fern der Hauptstadt und unter Umständen, die sofort Raum für Gerüchte boten.

Redaktion
1. Dez. 2025


25. November 1929: Der Tag der Befreiung
Das "Rote Tor" durch welches die Mennoniten am 25. November 1929 in die Freiheit fuhren Mennoniten unter Druck In den späten 1920er Jahren verschärfte sich die Repressionspolitik der Sowjetregierung radikal. Im Rahmen der Kollektivierungspolitik wurden Bauern enteignet, Mittelbauern – oft als „Kulaken“ diffamiert – wurden massiven Druck ausgesetzt, und religiöse Minderheiten wie die Mennoniten sahen sich zunehmend bedroht. Die Kirchen wurden aufgelöst und viele Gemeindeleiter

Redaktion
25. Nov. 2025


Blumenort: Beerdigung ohne Lieder
Am 14. November 1919 fand in dem mennonitischen Dorf Blumenort in der Kolonie Molotschna eine Beerdigung satt, die sich tief in das kollektive Gedächtnis der Mennoniten verankert hat.

Redaktion
14. Nov. 2025


10. November 1483 Geburt von Martin Luther
Am 10. November des Jahres 1483 wird Martin Luther in Eisleben, Grafschaft Mansfeld geboren. Das Geburtsjahr ist nicht ganz klar, es könnte auch das Jahr 1482 oder 1484 gewesen sein. Die Eltern von Martin hießen Hans Luder und Margarethe Lindemann. Sie hatten im Jahr 1479 geheiratet. Im Sommer 1501 begann Luther sein Studium an der Universität in Erfurt. Am 6. Januar 1505 schloss er diese akademische Grundbildung ab. Ab Sommer 1505 beginnt Luther, auf Wunsch seines Vaters, ei

Redaktion
10. Nov. 2025


03. November 1815 Endgültige Duldung der Taufgesinnten in der Schweiz
Erst im19. Jahrhundert erhielten die Taufgesinnte der Schweiz durch die Verordnung vom 03. November 1815 die endgültige Duldung der Staatsbehörden. Ihr Handgelübde wurde als Eidersatz anerkannt. Auch mussten die Taufgesinnten keinen Kriegsdienst leisten, sie konnten anstelle des Dienstes an der Waffe im Sanitätsdienst arbeiten. Informationen entnommen aus dem Buch "Weltweite Bruderschaft" von Horst Gerlach

Redaktion
3. Nov. 2025


31. Oktober 1517 Reformationstag: Martin Luther und seine 95 Thesen
Am 31. 10. 1517 hatte Martin Luther 95 Thesen zu den Themen Ablass und Buße an die Kirchentür der Schlosskirche in Wittenberg angeschlagen.

Redaktion
31. Okt. 2025
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