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12. September 1860: Ein neues Schulhaus für Ohrloff
Am 12. September 1860 herrschte in Ohrloff, einem mennonitischen Dorf der Kolonie Molotschna im damaligen Südrussland, eine besondere Feststimmung. Nach langen Jahren ohne ein geeignetes eigenes Gebäude wurde die neu errichtete Zentralschule feierlich eingeweiht. Für die Mennoniten war dies weit mehr als die Eröffnung eines Schulhauses: Es war ein sichtbares Bekenntnis zur Bedeutung christlicher Bildung und zur Verantwortung gegenüber der heranwachsenden Generation.

Redaktion
vor 5 Tagen


11. September 1879: Der Menno-Stein in Witmarsum wird enthüllt
Am 11. September 1879 versammelten sich Mennoniten im friesischen Witmarsum zu einer besonderen Feier. Etwas außerhalb des Ortes wurde ein Denkmal für Menno Simons enthüllt. Der heute als Menno-Stein bekannte Obelisk sollte nicht nur an einen bedeutenden Täuferführer erinnern. Er sollte zugleich einen Ort bewahren, der über Generationen eng mit der mennonitischen Geschichte Witmarsums verbunden gewesen war.

Redaktion
vor 6 Tagen


11. und 12. September 1943: Der große Treck verlässt Molotschna
„Ohne Abschied — hin und wieder gab es wohl eine verhohlene Träne - schieden wir aus der einst so teuren Heimat.

Redaktion
vor 6 Tagen


6. September 1529: Georg Blaurock wird in Klausen auf dem Scheiterhaufen verbrannt
Am 6. September 1529 endete bei Klausen im heutigen Südtirol das Leben eines der bekanntesten Wegbereiter der frühen Täuferbewegung. Georg Blaurock, der nur wenige Jahre zuvor an der Entstehung der ersten Täufergemeinde in Zürich beteiligt gewesen war, wurde gemeinsam mit seinem Glaubensbruder Hans Langegger auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Sein Tod bildete den gewaltsamen Abschluss eines kurzen, aber außerordentlich bewegten Lebens als Prediger und Sendbote.

Redaktion
6. Sept.


5. September 1873: Die „Hammonia“ erreicht nach schwerem Sturm die Elbmündung
Am Morgen des 5. September 1873 näherte sich der Dampfer „Hammonia“ der deutschen Küste. An Bord befanden sich mennonitische Delegierte, die mehrere Monate lang Kanada und die Vereinigten Staaten bereist hatten. Hinter ihnen lag nicht nur eine lange und anstrengende Erkundungsreise, sondern auch eine gefährliche Atlantiküberquerung.

Redaktion
5. Sept.


5. September 1918: Roter Terror und weiße Gegenmacht
Der 5. September 1918 markiert einen wichtigen Wendepunkt im Kampf um die Zukunft Russlands. An diesem Tag verabschiedete der Rat der Volkskommissare unter Wladimir Lenin den Beschluss über den „Roten Terror“. Verhaftungen, die Internierung vermeintlicher Klassenfeinde und Massenerschießungen erhielten damit eine ausdrückliche staatliche Grundlage. Die bolschewistische Führung reagierte auf Attentate, Aufstände und den drohenden Verlust weiter Teile des Landes.

Redaktion
5. Sept.


30. August 1717: Zar Peter der Große lauscht einer mennonitischen Predigt
Am 30. August 1717 kam Zar Peter der Große zum letzten Mal während seines Aufenthaltes in Nordholland nach Zaandam. Der russische Herrscher war mit den angesehenen Zaaner Kaufleuten Cornelis Calff und seinem Sohn Nicolaas bekannt und wurde von ihnen begleitet.
Doch an diesem Tag interessierte sich Peter nicht nur für Handel und Gewerbe. Er wollte auch eine Predigt der Mennoniten hören.

Andreas Tissen
30. Aug.


28. August 1895: Die obrigkeitliche Genehmigung der Chortitzer Mädchenschule
Am 28. August 1895 erhielt die Chortitzer Mädchenschule die obrigkeitliche Genehmigung zur Eröffnung. Dieses Datum markiert einen wichtigen Schritt in der mennonitischen Bildungsgeschichte der Alten Kolonie Chortitza.

Redaktion
28. Aug.


26. August 1946: Pravda-Vorwurf: Mennoniten und die Repatriierung
Am 26. August 1946 veröffentlichte die sowjetische Parteizeitung „Pravda“ einen langen Beitrag unter der Überschrift: „Niederländische Behörden verhindern die Rückkehr sowjetischer Bürger.“ Damit griff Moskau ein Thema auf, das seit Kriegsende in ganz Europa politisch hochbrisant war: die Rückführung („Repatriierung“) von Millionen sowjetischer Staatsbürger.

Redaktion
26. Aug.


24. August 1555: Täufer beraten in Straßburg über Einheit und Glaubensfragen
Am 24. August 1555 kamen in Straßburg Älteste und Prediger verschiedener Täufergemeinden zu einer geheimen Beratung zusammen. Im Mittelpunkt stand eine schwierige theologische Frage: Wie war die Menschwerdung Jesu Christi zu verstehen? Hinter dieser Lehrfrage stand zugleich ein praktisches Anliegen. Die versammelten Brüder wollten verhindern, dass unterschiedliche Auffassungen zu Bann, Trennung und neuen Spaltungen unter den ohnehin verfolgten Gemeinden führten.

Redaktion
24. Aug.


21. August 1894: Der bescheidene Anfang des Goshen College
Am 21. August 1894 öffnete in Elkhart im US-Bundesstaat Indiana eine kleine Schule ihre Türen, aus der später das Goshen College hervorgehen sollte. Der Unterricht begann nicht auf einem großen Campus, sondern in angemieteten Räumen der „Grand Army of the Republic Hall“ an der South Main Street. Die Schule trug den anspruchsvollen Namen Elkhart Institute of Science, Industry and the Arts – Institut für Wissenschaft, Gewerbe und Künste.

Redaktion
21. Aug.


20. August 1527 Augsburger Märtyrersynode
Vom 20. bis 24. August 1527 kamen in der Reichsstadt Augsburg rund 60 Täufer-Abgesandte aus Süddeutschland, der Schweiz und Österreich zusammen. Es war eines der größten überregionalen Treffen der frühen Täuferbewegung – und zugleich ein Treffen im Schatten einer Verfolgung, die sich gerade zuspitzte. Dass diese Synode später als „Märtyrersynode“ bekannt wurde, hängt damit zusammen, dass viele Teilnehmer in den folgenden Jahren gefangen genommen und hingerichtet wurden.

Redaktion
20. Aug.


13. August 1727: Gründung der Herrnhuther Brüdergemeine
Am 13. August 1727 kam es in der kleinen sächsischen Ortschaft Herrnhut zu einem Ereignis, das tief in die Geschichte des Protestantismus einging, die "Geburtsstunde der Herrnhuther Brüdergemeine".

Redaktion
13. Aug.


6. August 1552: Claes Gerbrants und fünf weitere Täufer in Amsterdam verbrannt
Am 6. August 1552 wurden in Amsterdam sechs Männer wegen ihres täuferischen Glaubens zum Tod auf dem Scheiterhaufen verurteilt: Lievijn Jansz, Meynert Hermansz, Pieter Thymansz, Reyer Egbertsz, Hendrick Anthonisz und Claes Gerbrants. Ihr Verbrechen bestand nicht in einer Gewalttat. Sie hatten täuferische Versammlungen besucht, die Kindertaufe verworfen und sich zur Glaubenstaufe bekannt oder auf diese vorbereitet.

Redaktion
6. Aug.


05. August 1772: Beginn der preußischen Herrschaft über die westpreußischen Mennoniten
Am 5. August 1772 vereinbarten Preußen, Russland und Österreich die Erste Teilung Polen-Litauens. Für die Mennoniten im Weichseldelta und in den westpreußischen Niederungen begann damit eine neue Epoche. Rund 12.000 Mennoniten wurden Untertanen des preußischen Königs Friedrich II. Zwar blieb ihnen die Befreiung vom Militärdienst zunächst erhalten, doch mussten sie dafür hohe Abgaben entrichten. Zugleich wurde ihnen der Erwerb neuen Landes zunehmend erschwert.

Redaktion
5. Aug.


4. August 1664: Die Pfalz gewährt den Mennoniten eine begrenzte Toleranz
Am 4. August 1664 erließ der pfälzische Kurfürst Karl Ludwig die sogenannte „Mennistenkonzession“. Das Schreiben gestattete den Mennoniten erstmals grundsätzlich, in der Kurpfalz zu bleiben und sich zu Gottesdiensten zu versammeln. Von voller Religionsfreiheit konnte jedoch noch keine Rede sein: Die Duldung war widerruflich, an Sonderabgaben gebunden und mit strengen Einschränkungen verbunden.

Redaktion
4. Aug.


30. Juli 1718 Tod von William Penn
William Penn spielte später für die in Europa verfolgten Täufer eine wichtige Rolle. Penn warb um Siedler, die er auf einem Landstück, welches er vom englischen König zugesprochen bekommen hat, ansiedeln wollte. Dieses Angebot nahmen die verfolgten Täufer gerne an.

Redaktion
30. Juli


27. Juli 1527: Straßburg erlässt ein Mandat gegen die Täufer
Am 27. Juli 1527 erließ der Rat der freien Reichsstadt Straßburg sein erstes allgemeines Mandat gegen die Täufer. Der Beschluss markierte einen Wendepunkt: Die Stadt, die Glaubensflüchtlingen und religiösen Außenseitern bisher vergleichsweise offen begegnet war, begann nun, die Ausbreitung der jungen Täuferbewegung mit obrigkeitlichen Mitteln einzuschränken.

Redaktion
27. Juli


26. Juli 1544: Johannes a Lasco berichtet über Menno Simons
Am 26. Juli 1544 setzte der ostfriesische Reformator Johannes a Lasco in Emden einen Brief an den Theologen Albert Hardenberg auf. In einem kurzen, deutlich polemischen Satz berichtete er, Menno Simons halte sich nun vor allem im Erzstift Köln auf und gewinne dort Einfluss.

Redaktion
26. Juli


25. Juli 1934 Nestor Machno: Der Mennonitenmörder
Der Mennonitenmörder Nestor Machno.

Redaktion
25. Juli
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