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7. März 1568 Tod von Dirk Philips
Mit Menno Simons teilte Philips auch die Ansichten über die Gewaltfreiheit, die Menschwerdung Gottes und die Dreieinigkeit . In den Diskussionen über den Gemeindebann nahm Philips zusammen mit Leenaert Bouwens eine strikte Position ein, was mit zur Herausbildung der liberaleren Parteien der Waterländer und Hochdeutschen innerhalb der mennonitisch-täuferischen Bewegung führte.

Redaktion
vor 3 Tagen


07. März 1872: London leitet die mennonitische Auswanderungsfrage nach Ottawa weiter
Der 7. März 1872 steht am Beginn eines Vorgangs, der für die Geschichte der Russlandmennoniten von großer Tragweite werden sollte: Die britische Kolonialverwaltung leitete Unterlagen zur möglichen mennonitischen Einwanderung aus Russland nach Kanada an die zuständigen Stellen in Ottawa weiter. Damit wurde aus einer besorgten Anfrage aus Südrussland eine offizielle Angelegenheit zwischen Berdiansk, London und Kanada.

Redaktion
vor 3 Tagen


06. März 1690 – Angriff auf Ehe, Kinderstatus und Erbe
Am 6. März 1690 griff die Berner Obrigkeit die täuferische Lebensordnung an einer Stelle an, die in der Frühen Neuzeit wie ein „Knotenpunkt“ von Recht, Religion und Alltag wirkte: bei der Ehe – und damit bei Kindern, Erbrecht und Vermögen. Der Staat machte deutlich, dass er täuferische Eheschließungen, die nicht durch die staatlich anerkannte Geistlichkeit vollzogen waren, nicht als Grundlage erbrechtlicher Ansprüche gelten lassen wollte.

Redaktion
vor 4 Tagen


06. März 1695: Verbot der Bestattung auf Friedhöfen: soziale Ausstoßung über den Tod hinaus
Wenn der Beschluss von 1690 die Täuferfamilie „im Leben“ traf (Ehe, Kinderstatus, Erbe), dann zielte die Entscheidung von 1695 auf etwas, das in frühneuzeitlichen Dörfern fast noch tiefer ging: die Ehre und Zugehörigkeit im Tod. Denn der Friedhof war nicht nur ein Ort der Bestattung, sondern ein sichtbares Zeichen: Wer hier liegt, gehört zur anerkannten Gemeinschaft.

Redaktion
vor 4 Tagen


05. März 1871 – Gespräch am Gartentor: Mennonitische Delegierte treffen Zar Alexander II.
Anfang 1871 ging durch die mennonitischen Kolonien im Süden des Russischen Reiches ein Alarmruf: In der Hauptstadt werde über die Einführung einer allgemeinen Wehrpflicht gesprochen. Für viele Mennoniten war das mehr als eine Verwaltungsreform – es berührte den Kern ihres Glaubensverständnisses, nämlich die Wehrlosigkeit und damit die Frage, ob der Staat von ihnen Pflichten verlangen könnte, „die mit ihrem Gewissen nicht zu vereinigen waren“.

Redaktion
vor 4 Tagen


4. März 1593 – Maurits von Oranien schützt die Rechte der Mennoniten in Middelburg
Am 4. März 1593 ereignete sich in der Geschichte der Religionsfreiheit und des Wirtschaftsrechts ein wegweisender, wenn auch oft übersehener Moment. Während Europa noch tief in konfessionellen Konflikten steckte, bewies Moritz von Oranien, Statthalter der Vereinigten Niederlande, eine bemerkenswerte Weitsicht: Er stellte sich schützend vor die Mennoniten und sicherte ihnen ihre Berufs- und Gewerbefreiheit zu.

Redaktion
vor 6 Tagen


03. März 1855: Zar Nikolaus I. stirbt – ein Herrscherwechsel mitten im Krieg
Nikolaus’ Tod war für Mennoniten weniger ein Ereignis „an einem Tag“, sondern der Beginn einer neuen Epoche, in der sich die Frage zuspitzte, ob ihre religiös begründete Wehrlosigkeit und ihre koloniale Sonderstellung im modernisierenden Reich dauerhaft Platz haben würden.

Redaktion
2. März


01. März 1562 – Das Massaker von Vassy: Der Funke, der Frankreich in Religionskriege stürzte
Als am 1. März 1562 im kleinen Ort Wassy/Vassy (Champagne) eine reformierte Gemeinde zum Gottesdienst zusammenkam, ahnte kaum jemand, dass wenige Stunden später nicht nur Blut vergossen, sondern auch eine politische Schwelle überschritten sein würde. Das Massaker von Vassy gilt vielen Historikern als Startsignal der Französischen Religionskriege.

Redaktion
1. März


25. Februar 1536 Hinrichtung Jakob Hutter
Am 25. Februar 1536 wird der Täuferführer Jakob Hutter (auch: Huter/Hueter) in Innsbruck öffentlich hingerichtet – „vor dem Goldenen Dachl“ am Neuen Hof. Er stirbt durch Feuer, als „Ketzer“ verurteilt, vor den Augen der Stadt.

Redaktion
25. Feb.


24. Februar 1527 Erstes Glaubensbekenntnis der Täufer
Am 24. Februar 1527 trafen sich in Schleitheim (bei Schaffhausen) Vertreter der frühen Täuferbewegung. Ziel des Treffens war es, der noch jungen und stark verfolgten Bewegung eine klare geistliche und gemeindliche Orientierung zu geben.

Redaktion
24. Feb.


24. Februar 1946: Das erste Tauffest unter den Enlhet Indianern
Am 24. Februar 1946 fand in Filadelfia (Kolonie Fernheim, paraguayischer Chaco) ein Ereignis statt, das in der Missions- und Kirchengeschichte der Region bis heute als Meilenstein gilt: das erste Tauffest unter Angehörigen der Enlhet Norte – damals in der deutschsprachigen Umgebung meist noch „Lenguas“ genannt.

Redaktion
24. Feb.


23. Februar 1554: Mennonitische Älteste ringen in Wismar um Kirchendisziplin – auch über die Waffenfrage
Im Winter 1553/54 war Wismar ein wichtiger Aufenthaltsort von Menno Simons. In dieser Zeit kam es dort nicht nur zu theologischen Streitgesprächen mit reformierten Gegnern, sondern auch zu einer internen Beratung mennonitischer (bzw. niederländisch-niederdeutscher täuferischer) Ältester über Fragen der Gemeindedisziplin.

Redaktion
23. Feb.


23. Februar 1788 Auswanderung der Mennoniten von Preußen nach Russland
Der 23. Februar 1788 gilt in manchen mennonitischen Chronologien als ein frühes Datum des Aufbruchs von Familien aus dem Raum Danzig/Westpreußen nach Russland. In der Forschung wird jedoch darauf hingewiesen, dass dieses Datum nicht unbedingt den Beginn der gesamten Auswanderungsbewegung markiert, sondern eher einzelne frühe Grenzübertritte beschreibt.

Redaktion
23. Feb.


11. Februar 1711 Berner Regierung erlässt Amnestie-Plakat für Wiedertäufer
Am 11. Februar 1711 veröffentlichte die Berner Obrigkeit ein gedrucktes Amnestie-Plakat (Mandat), das in der Täufergeschichte zu einem markanten Einschnitt wurde: Den als „Wiedertäufer“ bezeichneten Männern und Frauen wurde – unter bestimmten Bedingungen – der freie Austritt aus dem Land gestattet.

Redaktion
11. Feb.


08. Februar 1539 Hinrichtung von Tjaert Renicx
Am 8. Februar 1539 wurde der Täufer Tjaert Renicx in Leeuwarden (Friesland) hingerichtet. In der mennonitischen Überlieferung ist er vor allem deshalb in Erinnerung geblieben, weil er in einer hochgefährlichen Zeit Menno Simons bei sich aufnahm und verborgen hielt – eine Tat der Nächstenliebe, die für ihn zum Todesurteil wurde.

Redaktion
8. Feb.


06. Februar 1714: Ein Brief, der den Atlantik im Blick hat
Der 6. Februar 1714 steht in der mennonitischen Erinnerung nicht für eine Schlacht oder einen politischen Vertrag, sondern für einen Bericht an Glaubensgeschwister – und damit für etwas, das im 18. Jahrhundert überlebenswichtig war: verlässliche Information. In den heute gut zugänglichen Nachschlagewerken wird dieses Datum mit einem Schreiben des schweizerischen Täuferleiters Benedikt Brechbill an die Mennoniten in Niederlande verbunden.

Redaktion
6. Feb.


4. Februar 1529 Hinrichtung Ludwig Hätzer
Am 4. Februar 1529 wurde der Bibelübersetzer und Publizist Ludwig Hätzer (auch: Hetzer) in Konstanz mit dem Schwert hingerichtet. Offiziell lief das Verfahren unter dem Vorwurf der „Unzucht“ (zeitgenössisch: schwere Sexualdelikte wie Ehebruch/Bigamie). Doch schon Zeitgenossen verstanden, dass hier Moralanklage und Religionspolitik eng miteinander verschränkt waren.

Redaktion
4. Feb.


03. Februar 1877: Mennonitische Älteste klären die Wehrpflichtfrage in Marion County
Als in den Jahren 1874/75 viele russlanddeutsche Mennoniten nach Kansas auswanderten, stand hinter der ganzen Entscheidung ein sehr konkreter Punkt: militärische Dienstpflicht. In Russland war ihnen die Befreiung vom Militärdienst einst zugesichert worden – später aber wurde diese Sonderstellung aufgehoben, was die Auswanderung mit auslöste.

Redaktion
3. Feb.


31. Januar 1561 Tod von Menno Simons
Menno Simons besonderes Verdienst war die Sammlung und Organisation der verstreuten Täufer in den Zeiten der Verfolgung. Für den Aufbau und die weitere Entwicklung der Mennoniten war vor allem Menno Simons 1540 erschienene Schrift "Das Fundamentbuch" (eigentlich Das Fundament der christlichen Lehre) von großer Bedeutung.

Redaktion
31. Jan.


30. Januar 1876: Abraham Görz wird zum Ältesten der Ohrloff-Gemeinde in Molotschna ordiniert
Der 30. Januar 1876 war für die Mennoniten der Molotschna-Kolonie kein „gewöhnlicher“ Wintertag. In Ohrloff (mit dem Gemeindeverband Ohrloff–Halbstadt–Neukirch) trat ein Mann in ein Amt, das in der mennonitischen Tradition nicht als Karriere, sondern als geistliche Last und heilige Verantwortung verstanden wurde: Abraham Görz wurde zum Ältesten ordiniert.

Redaktion
30. Jan.
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