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21. Januar 1525 Erste Glaubenstaufe
Und es hat sich begeben, daß sie beieinander gewesen sind, bis sie die Angst anging und auf sie kam, ja in ihre Herzen gedrungen wurden. Da haben sie angefangen, ihre Knie zu beugen vor dem höchsten Gott im Himmel und ihn angerufen als einen Herzenskündiger und ihn gebeten, daß er ihnen Barmherzigkeit wollte beweisen. Denn Fleisch und Blut und menschlicher Fürwitz hat sie nicht dazu getrieben, weil sie gewußt, was sie darüber würden dulden und büßen müssen.

Redaktion
vor einigen Sekunden


21. Januar 1931: Audienz in Asunción
Als im Januar 1930 die ersten Siedler der Kolonie Fernheim im paraguayischen Chaco ankamen, trafen sie nicht nur auf Neuland, sondern auf eine der härtesten Siedlungslandschaften Südamerikas: große Entfernungen, kaum Infrastruktur, extreme Hitze, unsichere Wasserversorgung und ein Wirtschaftsstart unter Bedingungen, die selbst erfahrene Kolonisten an Grenzen brachte.

Redaktion
vor 23 Stunden


20. Januar 1527 – Religionsdebatte zwischen Hans Denck und Johannes Bader in Landau
Als der Winter 1527 über der Südpfalz lag, war Landau nicht nur eine befestigte Stadt, sondern ein Brennpunkt religiöser Unruhe. Die Reformation hatte vielerorts den bisherigen kirchlichen Alltag aufgebrochen – und zugleich neue Fragen provoziert: Wer gehört zur Kirche? Wer darf taufen? Und woran entscheidet sich „wahrer“ Glaube: am Bekenntnis, am Sakrament, an der Schrift – oder an der inneren Erneuerung?

Redaktion
vor 1 Tag


19. Januar 1788: Mennoniten-Treffen in der russischen Botschaft in Danzig
Im Jahre 1788 verdichteten sich in Danzig die Hoffnungen, Ängste und ganz praktische Fragen vieler mennonitischer Familien zu einem einzigen Ereignis: In der russischen Botschaft bzw. im russischen Konsulat (zeitgenössisch auch „Residentur“) kamen auswanderungswillige Mennoniten zusammen, um sich über eine mögliche Übersiedlung nach Südrussland zu informieren und verbindliche Schritte einzuleiten.

Redaktion
vor 2 Tagen


18. Januar 1525: Zürcher Ratsmandat zur Kindertaufe – aus Debatte wird verbindliches Recht
Zürich einen Schritt, der den Taufstreit endgültig aus dem Bereich der theologischen Diskussion herausführt: Der Rat erlässt ein Mandat, das die Kindertaufe nicht nur bestätigt, sondern mit einer klaren Frist und einer harten Sanktion absichert. Damit wird sichtbar, was sich bereits am 16. Januar in der Stadt anbahnte und am 17. Januar im Rathaus offen ausgetragen worden war: In Zürich entscheidet die Obrigkeit nicht nur über Politik, sondern auch über die kirchliche Ordnung.

Redaktion
vor 4 Tagen


18. Januar 1887: Die Gründung der mennonitischen Gemeinde in Berlin
Berlin wächst in den 1880er-Jahren rasant und wird zur Industriemetropole und zu einem wichtigen Verwaltungszentrum. Dadurch werden Fachkräfte, Kaufleute und Handwerker aus vielen Regionen angezogen. Unter denen, die in der großen Stadt Arbeit und Zukunft suchen, sind auch Mennoniten – Menschen aus einer Tradition, die seit der Reformationszeit für bewusste Gemeindezugehörigkeit, Glaubenstaufe und Gewaltlosigkeit steht.

Redaktion
vor 4 Tagen


17. Januar 1525: Die Zürcher Taufdisputation im Rathaus – öffentliche Frontenbildung um Grebel und Manz
Nach der angespannten Stimmung des 16. Januar wird am 17. Januar 1525 in Zürich aus einer innerreformatorischen Debatte ein öffentliches Macht- und Gewissensdrama. Der Rat lässt die Streitfrage, die die Stadt seit Wochen beschäftigt, nicht länger in privaten Gesprächen schwelen: Im Rathaus soll geklärt werden, ob die Kindertaufe weiterhin zur verbindlichen Ordnung der Zürcher Kirche gehört – oder ob die Gegner der Säuglingstaufe recht haben, die nur die Taufe mündiger Glauben

Redaktion
vor 5 Tagen


16. Januar 1525: Zürich im Bann der Tauffrage – Grebel, Manz und der Streit um die „rechte Taufe“
Der 16. Januar 1525 ist in Zürich ein Tag, an dem sich eine theologische Frage in eine städtische Zerreißprobe verwandelt. Die Taufe – scheinbar ein kirchliches Ritual – berührt in der Reformstadt plötzlich alles: Zugehörigkeit, Ordnung, Gewissen und die Frage, wer überhaupt „Kirche“ ist.

Redaktion
vor 6 Tagen


13.–18. Januar 1925: Mennoniten-Konferenz in Moskau – letzte Bundeskonferenz in der Sowjetunion
Als sich im Januar 1925 mennonitische Leiter aus fast allen Siedlungsgebieten der Sowjetunion in Moskau trafen, ging es nicht um Routinefragen. Die Gemeinden standen nach Revolution, Bürgerkrieg, Enteignungen und Hungerjahren vor der Kernfrage: Wie kann Gemeindeleben (Gottesdienst, Schule, Diakonie, Leitung) in einem Staat weiterbestehen, der Religion grundsätzlich misstraut – und zunehmend bekämpft?

Redaktion
13. Jan.


12. Januar 1874: Senator Cameron greift im Senat die mennonitische Siedlungspetition auf
Washington, Winter 1873/74. Die „Mennoniten-Frage“ ist in den Vereinigten Staaten nicht plötzlich da – sie wandert innerhalb weniger Wochen durch den Kongress: zuerst als Petitionsbündel im Repräsentantenhaus (8. Dezember 1873), dann als förmlicher Prüfauftrag im US-Senat am 12. Januar 1874.

Redaktion
12. Jan.


11. Januar 1702: Germantown eröffnet eine eigene deutsche Schule – Pastorius wird Lehrer
Dass Germantown nun eine eigene Schule wollte, war konsequent. Schon sehr früh erkannten die Verantwortlichen wie wichtig es ist, die Bildung der Kinder in die eigene Hand zu nehmen um sie vor schädlichen Einflüssen von Außen zu beschützen. Der Beschluss wurde Ende 1701 im örtlichen Gerichts-/Verwaltungskontext bestätigt; eröffnet wurde die Schule dann am 11. Januar 1702 – und Pastorius übernahm den Unterricht.

Redaktion
11. Jan.


10. Januar 1931: Fernheim schickt Kundschafter – die Suche nach „besserem Land“ beginnt
Die Reise führte die beiden zunächst in die Hauptstadt. Spätere Zusammenfassungen berichten, dass die Kundschafter Asunción aufsuchten und dort sogar den Präsidenten trafen. In Langemanns Darstellung klingt an, dass man die Fernheimer „nicht verhungern lassen“ wolle – und bei einer Übersiedlung nach Ostparaguay helfen werde.

Redaktion
10. Jan.


09. Januar 1863: Titularrat Keller verhört Lehrer Johannes Lange in Gnadenfeld
In diesem Umfeld wurde Johannes Lange 1862 als Lehrer an der Gnadenfelder Privatschule angestellt. Er unterrichtete nicht nur Grundfächer, sondern auch Religion, Sprachen und Naturkunde – die Schule sollte bewusst „höher“ ausbilden. Gleichzeitig stand Lange – wegen bereits kursierender Gerüchte – unter besonderer Beobachtung durch den Gemeindeleiter (Aeltester) August Lenzmann.

Redaktion
9. Jan.


08. Januar 1579 – Ausweisungsbefehl gegen Mennoniten in Preußen
Der 8. Januar 1579 fällt mitten in eine Zeit, in der Obrigkeiten in Nord- und Mitteleuropa religiöse Einheit nicht als Privatangelegenheit, sondern als Grundpfeiler öffentlicher Ordnung verstanden. In Preußen – genauer: im Herzogtum Preußen (dem späteren Ostpreußen) – stand damals Markgraf Georg Friedrich von Brandenburg-Ansbach an der Spitze der Regierung. Er war ein Hohenzoller, lutherisch geprägt und in Personalunion auch „Herzog in Preußen“.

Redaktion
8. Jan.


08. Januar 1531: „Sich von Unreinheiten trennen“ – der Wintertag, an dem der hutterische Weg Gestalt annimmt
Anfang 1531 ist Mähren (heute: Tschechien) für viele Täufer mehr als nur ein Zufluchtsort. In einer Zeit, in der „Wiedertaufe“ im Heiligen Römischen Reich als Kapitalverbrechen gilt, bieten einzelne mährische Grundherren zeitweise Schutzräume – nicht aus religiöser Gleichgültigkeit, sondern weil politische Interessen, lokale Autonomien und reformatorische Sympathien zusammenspielen.

Redaktion
8. Jan.


08. Januar 1917 – Mennoniten in Ottawa: Zusicherung der Wehrdienst-Freiheit
Der 8. Januar 1917 war für viele mennonitische Familien in Westkanada ein Tag der Anspannung – und zugleich der Erleichterung. Mitten im Ersten Weltkrieg verschärfte sich in Kanada die Debatte, wie genügend Soldaten für die Front gewonnen werden könnten. Zwar war die allgemeine Wehrpflicht erst Monate später beschlossen, doch schon Anfang 1917 verspürten viele Gemeinschaften, dass staatliche Registrierung und „National Service“-Maßnahmen als Vorstufe zu einem möglichen Zwangs

Redaktion
8. Jan.


06. Januar 1860: Der „Austritt“ von Elisabethtal und die Geburtsstunde der Mennonitischen Brüdergemeinde
Am 06. Januar 1860 geschah in der mennonitischen Siedlung Elisabethtal (Molotschna) ein Schritt, der weit über das Dorf hinauswirkte: 18 Familienvorsteher unterzeichneten eine „Austrittsschrift“ an die Ältesten der Molotschna-Gemeinden – und begründeten damit die Mennonitische Brüdergemeinde (M.B.G.) als eigenständige Bewegung.

Redaktion
6. Jan.


06. Januar 1525: Geburt von Rachel Grebel – ein Kind im Brennpunkt der Tauffrage
Am 6. Januar 1525 wurde in Zürich Rachel (auch: Rahel) geboren, die Tochter des späteren Täufer-Mitbegründers Konrad Grebel und seiner Frau Barbara. Was zunächst wie ein privates Familienereignis wirkt, steht erstaunlich nah am „Zündfunken“ der frühen Täuferbewegung: der Frage, ob Säuglinge getauft werden dürfen – oder ob Taufe eine bewusste Entscheidung des Glaubens sein muss.

Redaktion
6. Jan.


05. Januar 1527: Der Tag, an dem Zürich Felix Manz ertränkte
Es ist ein kalter Januartag in Zürich. An der Limmat stehen Menschen dicht gedrängt – nicht, weil ein Fest bevorsteht, sondern weil die Stadt ein Exempel statuieren will. Am 5. Januar 1527 führt die Obrigkeit Felix Manz zum Fluss. Der Mann, der die Glaubenstaufe (statt Kindertaufe) verteidigte, soll sterben – durch Ertränken. Gerade diese Todesart ist kein Zufall: Wasser, das Manz als Zeichen des neuen Lebens verstand, wird zum Instrument der Strafe.

Redaktion
5. Jan.


05. Januar 1534 – Münster: Ankunft der „Apostel“ des Jan Matthijs
Es ist ein winterlicher Tag, als am 5. Januar 1534 zwei niederländische Täufer in Münster eintreffen: Bartholomäus Boekbinder und Willem de Kuiper. Sie kommen als Gesandte („Apostel“) des Täuferpropheten Jan Matthijs (auch: Jan Matthys/Matthijs) – und mit ihnen beginnt eine Dynamik, die die Stadt innerhalb weniger Wochen unwiderruflich verändert.

Redaktion
5. Jan.
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