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11. Januar 1702: Germantown eröffnet eine eigene deutsche Schule – Pastorius wird Lehrer
Dass Germantown nun eine eigene Schule wollte, war konsequent. Schon sehr früh erkannten die Verantwortlichen wie wichtig es ist, die Bildung der Kinder in die eigene Hand zu nehmen um sie vor schädlichen Einflüssen von Außen zu beschützen. Der Beschluss wurde Ende 1701 im örtlichen Gerichts-/Verwaltungskontext bestätigt; eröffnet wurde die Schule dann am 11. Januar 1702 – und Pastorius übernahm den Unterricht.

Redaktion
11. Jan.


10. Januar 1931: Fernheim schickt Kundschafter – die Suche nach „besserem Land“ beginnt
Die Reise führte die beiden zunächst in die Hauptstadt. Spätere Zusammenfassungen berichten, dass die Kundschafter Asunción aufsuchten und dort sogar den Präsidenten trafen. In Langemanns Darstellung klingt an, dass man die Fernheimer „nicht verhungern lassen“ wolle – und bei einer Übersiedlung nach Ostparaguay helfen werde.

Redaktion
10. Jan.


09. Januar 1863: Titularrat Keller verhört Lehrer Johannes Lange in Gnadenfeld
In diesem Umfeld wurde Johannes Lange 1862 als Lehrer an der Gnadenfelder Privatschule angestellt. Er unterrichtete nicht nur Grundfächer, sondern auch Religion, Sprachen und Naturkunde – die Schule sollte bewusst „höher“ ausbilden. Gleichzeitig stand Lange – wegen bereits kursierender Gerüchte – unter besonderer Beobachtung durch den Gemeindeleiter (Aeltester) August Lenzmann.

Redaktion
9. Jan.


08. Januar 1579 – Ausweisungsbefehl gegen Mennoniten in Preußen
Der 8. Januar 1579 fällt mitten in eine Zeit, in der Obrigkeiten in Nord- und Mitteleuropa religiöse Einheit nicht als Privatangelegenheit, sondern als Grundpfeiler öffentlicher Ordnung verstanden. In Preußen – genauer: im Herzogtum Preußen (dem späteren Ostpreußen) – stand damals Markgraf Georg Friedrich von Brandenburg-Ansbach an der Spitze der Regierung. Er war ein Hohenzoller, lutherisch geprägt und in Personalunion auch „Herzog in Preußen“.

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8. Jan.


08. Januar 1531: „Sich von Unreinheiten trennen“ – der Wintertag, an dem der hutterische Weg Gestalt annimmt
Anfang 1531 ist Mähren (heute: Tschechien) für viele Täufer mehr als nur ein Zufluchtsort. In einer Zeit, in der „Wiedertaufe“ im Heiligen Römischen Reich als Kapitalverbrechen gilt, bieten einzelne mährische Grundherren zeitweise Schutzräume – nicht aus religiöser Gleichgültigkeit, sondern weil politische Interessen, lokale Autonomien und reformatorische Sympathien zusammenspielen.

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8. Jan.


08. Januar 1917 – Mennoniten in Ottawa: Zusicherung der Wehrdienst-Freiheit
Der 8. Januar 1917 war für viele mennonitische Familien in Westkanada ein Tag der Anspannung – und zugleich der Erleichterung. Mitten im Ersten Weltkrieg verschärfte sich in Kanada die Debatte, wie genügend Soldaten für die Front gewonnen werden könnten. Zwar war die allgemeine Wehrpflicht erst Monate später beschlossen, doch schon Anfang 1917 verspürten viele Gemeinschaften, dass staatliche Registrierung und „National Service“-Maßnahmen als Vorstufe zu einem möglichen Zwangs

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8. Jan.


06. Januar 1860: Der „Austritt“ von Elisabethtal und die Geburtsstunde der Mennonitischen Brüdergemeinde
Am 06. Januar 1860 geschah in der mennonitischen Siedlung Elisabethtal (Molotschna) ein Schritt, der weit über das Dorf hinauswirkte: 18 Familienvorsteher unterzeichneten eine „Austrittsschrift“ an die Ältesten der Molotschna-Gemeinden – und begründeten damit die Mennonitische Brüdergemeinde (M.B.G.) als eigenständige Bewegung.

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6. Jan.


06. Januar 1525: Geburt von Rachel Grebel – ein Kind im Brennpunkt der Tauffrage
Am 6. Januar 1525 wurde in Zürich Rachel (auch: Rahel) geboren, die Tochter des späteren Täufer-Mitbegründers Konrad Grebel und seiner Frau Barbara. Was zunächst wie ein privates Familienereignis wirkt, steht erstaunlich nah am „Zündfunken“ der frühen Täuferbewegung: der Frage, ob Säuglinge getauft werden dürfen – oder ob Taufe eine bewusste Entscheidung des Glaubens sein muss.

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6. Jan.


05. Januar 1527: Der Tag, an dem Zürich Felix Manz ertränkte
Es ist ein kalter Januartag in Zürich. An der Limmat stehen Menschen dicht gedrängt – nicht, weil ein Fest bevorsteht, sondern weil die Stadt ein Exempel statuieren will. Am 5. Januar 1527 führt die Obrigkeit Felix Manz zum Fluss. Der Mann, der die Glaubenstaufe (statt Kindertaufe) verteidigte, soll sterben – durch Ertränken. Gerade diese Todesart ist kein Zufall: Wasser, das Manz als Zeichen des neuen Lebens verstand, wird zum Instrument der Strafe.

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5. Jan.


05. Januar 1534 – Münster: Ankunft der „Apostel“ des Jan Matthijs
Es ist ein winterlicher Tag, als am 5. Januar 1534 zwei niederländische Täufer in Münster eintreffen: Bartholomäus Boekbinder und Willem de Kuiper. Sie kommen als Gesandte („Apostel“) des Täuferpropheten Jan Matthijs (auch: Jan Matthys/Matthijs) – und mit ihnen beginnt eine Dynamik, die die Stadt innerhalb weniger Wochen unwiderruflich verändert.

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5. Jan.


04. Januar 1528: Karl V. lässt erstes Mandat gegen die Täufer verkünden
Der 4. Januar 1528 markiert einen Wendepunkt, weil hier die Reichsebene zum ersten Mal deutlich signalisiert: Das Täufertum ist nicht nur ein lokales Problem, sondern eine Gefahr, die das Reich als Ganzes zu bekämpfen meint.
Gleichzeitig zeigt dieses Mandat, wie sehr die frühe Neuzeit religiöse Abweichung mit politischer Bedrohung verknüpfen konnte.

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4. Jan.


03. Januar 1890 Einweihung der Marien-Taubstummenschule in Tiege, Molotschna
Besonders typisch für die Mennoniten ist die Breite der Trägerschaft: Die Schule wurde laut Quelle durch freiwillige Beiträge unterhalten, an denen sich „alle Mennoniten Russlands“ beteiligten; erwähnt wird auch Wohlwollen und Förderung durch die Allgemeine Mennonitische Konferenz. Das war gelebte Solidarität über Dorf- und Bezirksgrenzen hinweg: Wer nicht selbst ein gehörloses Kind hatte, half mit, damit diese Kinder nicht vergessen wurden.

Redaktion
3. Jan.


01. Januar 1448 Geburt von Huldrych Zwingli in Wildhaus
Am 1. Januar 1484 wird in Wildhaus Huldrych Zwingli geboren – der spätere Zürcher Reformator, aus dessen Reformkreis heraus 1525 die ersten Täufer hervortreten und der damit zugleich am Anfang jener Entwicklung steht, die für die Täufer bald Verfolgung und Zerstreuung bedeutete. Warum Zwingli für Täufer und später Mennoniten bedeutsam ist Zwingli ist für Mennoniten (als Teil der täuferischen / anabaptistischen Familie) eine Schlüsselfigur mit doppelter Bedeutung : Er steht ei

Redaktion
1. Jan.


01. Januar 1854 Mennonitische Blätter: Stimme, Spiegel und Bindeglied deutscher Mennoniten
Die Mennonitischen Blätter, die älteste Zeitschrift der Mennoniten wurden am 1. Januar 1854 vom Prediger Jakob Mannhardt gegründet.

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1. Jan.


01. Januar 1788 Eine Einladung an der Kirchentür
Am Neujahrstag 1788 spielte sich in Danzig eine Szene ab, die man sich fast filmisch vorstellen kann: Nach dem Gottesdienst an der Mennonitenkirche in Neugarten (einem Vorstadtbezirk außerhalb der Stadtmauern) treten die Besucher ins Freie – und Georg (von) Trappe, Werber im Auftrag der russischen Regierung, drückt ihnen gedruckte Einladungsschriften in die Hand.

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1. Jan. 2026


31. Dezember 1916 – 14.000 mennonitische Männer im Kriegsdienst ohne Waffe
Als das Kriegsjahr 1916 zu Ende ging, zeigte sich, wie tief der Erste Weltkrieg auch in das Leben der Russlandmennoniten hineingriff – selbst dort, wo das Tragen der Waffe aus Gewissensgründen abgelehnt wurde. Zeitgenössische und spätere Auswertungen sprechen davon, dass bis zum Jahresende rund 12.000 bis 14.000 mennonitische Männer in Russland „mobilisiert“ bzw. in den Kriegsdienst eingebunden waren – vor allem im Sanitäts- und Transportwesen sowie im Forst- und Hilfsdienst.

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31. Dez. 2025


31. Dezember 1384 Tod von John Wyclif
Am 31. Dezember 1384 starb John Wyclif (auch Wycliffe/Wyclif) in Lutterworth (Leicestershire) – nach einem Schlaganfall, den er nach zeitgenössischer Überlieferung während der Messe erlitt. Mit seinem Tod endete zwar sein Wirken als Pfarrer und Oxforder Gelehrter, doch seine Ideen lebten weiter und wurden zu einem wichtigen Vorlauf späterer Reformbewegungen.

Redaktion
31. Dez. 2025


28. Dezember 1858: Einweihung Bethaus in Neu-Halbstadt an der Molotschna
Bethaus in Neu-Halbstadt Als sich die Gemeinde am 28. Dezember 1858 zur Einweihung ihres neuen Bethauses versammelte, lag hinter ihr nicht nur ein Bauprojekt, sondern eine ganze Kette von Erwartungen, Enttäuschungen und Verzögerungen. Gerade deshalb bekam dieser Wintertag ein Gewicht, das über das Bauprojekt hinausging: Es war ein Moment der Sammlung – und ein sichtbares Zeichen, dass nach unruhigen Jahren wieder Ordnung in den Alltag der Kolonie einkehren konnte. Ein Bau der

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28. Dez. 2025


25. Dezember 1921: Als im Weihnachtsgottesdienst Hoffnung eintraf
Der 25. Dezember 1921 war in der mennonitischen Ansiedlung „Am Trakt“ (Wolgagebiet) kein Festtag im üblichen Sinn. In den Erinnerungen von Johannes J. Dyck erscheint dieser Weihnachtstag als Grenzmarke des Überlebens: Die Menschen waren ausgezehrt, viele krank – und doch fiel im Gottesdienst ein Satz, der das Dorf für einen Moment aufrichten konnte.

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25. Dez. 2025


24. Dezember 1930: Weihnachten, das keines war
Für die mennonitischen Flüchtlinge aus dem Dorf Schumanowka, die über den Amur geflohen waren und sich nun in China befanden, war es zwar dem Kalender nach Weihnachten – feiern konnten sie es aber nicht. Die Umstände ließen keinen Raum für festliche Formen, für Gemeinschaftsfreude, für Lieder oder eine stille Weihnachtsandacht, wie sie es aus der Heimat kannten. Dieses Weihnachten fiel aus – nicht aus mangelndem Glauben, sondern weil Not, Angst und Unsicherheit jede Kraft auf

Redaktion
24. Dez. 2025
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