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08. Februar 1539 Hinrichtung von Tjaert Renicx
Am 8. Februar 1539 wurde der Täufer Tjaert Renicx in Leeuwarden (Friesland) hingerichtet. In der mennonitischen Überlieferung ist er vor allem deshalb in Erinnerung geblieben, weil er in einer hochgefährlichen Zeit Menno Simons bei sich aufnahm und verborgen hielt – eine Tat der Nächstenliebe, die für ihn zum Todesurteil wurde.

Redaktion
8. Feb.


06. Februar 1714: Ein Brief, der den Atlantik im Blick hat
Der 6. Februar 1714 steht in der mennonitischen Erinnerung nicht für eine Schlacht oder einen politischen Vertrag, sondern für einen Bericht an Glaubensgeschwister – und damit für etwas, das im 18. Jahrhundert überlebenswichtig war: verlässliche Information. In den heute gut zugänglichen Nachschlagewerken wird dieses Datum mit einem Schreiben des schweizerischen Täuferleiters Benedikt Brechbill an die Mennoniten in Niederlande verbunden.

Redaktion
6. Feb.


4. Februar 1529 Hinrichtung Ludwig Hätzer
Am 4. Februar 1529 wurde der Bibelübersetzer und Publizist Ludwig Hätzer (auch: Hetzer) in Konstanz mit dem Schwert hingerichtet. Offiziell lief das Verfahren unter dem Vorwurf der „Unzucht“ (zeitgenössisch: schwere Sexualdelikte wie Ehebruch/Bigamie). Doch schon Zeitgenossen verstanden, dass hier Moralanklage und Religionspolitik eng miteinander verschränkt waren.

Redaktion
4. Feb.


03. Februar 1877: Mennonitische Älteste klären die Wehrpflichtfrage in Marion County
Als in den Jahren 1874/75 viele russlanddeutsche Mennoniten nach Kansas auswanderten, stand hinter der ganzen Entscheidung ein sehr konkreter Punkt: militärische Dienstpflicht. In Russland war ihnen die Befreiung vom Militärdienst einst zugesichert worden – später aber wurde diese Sonderstellung aufgehoben, was die Auswanderung mit auslöste.

Redaktion
3. Feb.


31. Januar 1561 Tod von Menno Simons
Menno Simons besonderes Verdienst war die Sammlung und Organisation der verstreuten Täufer in den Zeiten der Verfolgung. Für den Aufbau und die weitere Entwicklung der Mennoniten war vor allem Menno Simons 1540 erschienene Schrift "Das Fundamentbuch" (eigentlich Das Fundament der christlichen Lehre) von großer Bedeutung.

Redaktion
31. Jan.


30. Januar 1876: Abraham Görz wird zum Ältesten der Ohrloff-Gemeinde in Molotschna ordiniert
Der 30. Januar 1876 war für die Mennoniten der Molotschna-Kolonie kein „gewöhnlicher“ Wintertag. In Ohrloff (mit dem Gemeindeverband Ohrloff–Halbstadt–Neukirch) trat ein Mann in ein Amt, das in der mennonitischen Tradition nicht als Karriere, sondern als geistliche Last und heilige Verantwortung verstanden wurde: Abraham Görz wurde zum Ältesten ordiniert.

Redaktion
30. Jan.


30. Januar 1536 Menno Simons legt das Priesteramt nieder
Am Sonntag den 30. Januar des Jahres 1536 legte Menno Simons sein Priesteramt nieder. Er war zu diesem Zeitpunkt Pfarrerin Witmarsum.

Redaktion
30. Jan.


30.–31. Januar 1947: Flüchtlingstransport „Berlin Escape“
Über tausend mennonitische Flüchtlinge – überwiegend deutschsprachige Menschen aus der Sowjetunion – saßen in Berlin fest. Für viele war die Stadt ein letzter, unsicherer Zwischenraum zwischen zwei Welten: Hinter ihnen lagen Krieg, Flucht und die Angst vor sowjetischer Repatriierung; vor ihnen eine ungewisse Zukunft im Westen – und für einige schließlich sogar in Paraguay. Der Transport vom 30./31. Januar 1947 wurde zu einem Schlüsselereignis dieser Nachkriegsmigration.

Redaktion
30. Jan.


29. Januar 1523 Erste Züricher Disputation
Am 29. Januar 1523, begann die erste von drei Zürcher Disputationen, in deren Folge die Stadt Zürich zur Reformation übertrat. Huldrych Zwingli war 4 Jahre zuvor, am 1. Januar 1519, zum Leutpriester (Pfarrer) im Zürcher Großmünster ernannt worden. Es fanden sich zur dieser Disputation etwa 600 geistliche und weltliche Teilnehmer in Zürich zusammen. Da der Züricher Rat die Vorgabe gemacht hatte, dass nur auf Grundlage der Bibel argumentiert werden dürfe, unterlag die bischöfli

Redaktion
29. Jan.


29. Januar 1873: Minnesota wirbt um Mennoniten
Im Winter 1873 war Minnesota ein Staat im Aufbruch. Eisenbahnlinien schoben sich nach Westen, neue Countys wurden vermessen, und in St. Paul diskutierte man nicht nur über Straßen, Schulen und Steuern – sondern über Menschen. Wer sollte die Prärie besiedeln? Wer würde die Felder bestellen, Gemeinden gründen, dauerhaft bleiben?

Redaktion
29. Jan.


28. Januar 1544: Menno Simons debattiert mit Johann a Lasco in Emden
In der Hafenstadt Ostfrieslands, einem Knotenpunkt für Handel, Flüchtlinge und neue Glaubensideen, treffen zwei Männer aufeinander, die wie kaum andere für gegensätzliche Wege der Reformation stehen. Menno Simons, der führende Kopf der friedfertigen Täuferbewegung im niederländisch-norddeutschen Raum, kommt zu einem Religionsgespräch mit Johannes (Johann) a Lasco, dem reformierten Superintendenten in Emden.

Redaktion
28. Jan.


24. Januar 1945 Flucht aus Westpreußen
Am Mittwoch den 24. Januar 1945 war es auch für die Mennoniten im Weichseldelta in Westpreußen der Zeitpunkt der Flucht gekommen.

Redaktion
24. Jan.


24. Januar 1709 Geburt von David Möllinger
Am 24. Januar 1709 wurde David Möllinger in dem im Kraichgau gelegenen Dorf Dühren in der Kurpfalz geboren.

Redaktion
24. Jan.


23. Januar 1834: Erste reguläre Konferenz preußischer Mennonitengemeinden in Schönsee
Die Wichtigkeit dieses Datums liegt weniger in einem einzelnen Beschluss welcher auf der Konferenz gefasst wurde, sondern viel mehr in der Form: „als erste reguläre Konferenz“. Dieses Treffen war nicht ein informelles oder ein spontanes, sondern wurde als wiederkehrende, legitimierte Institution verstanden.

Redaktion
23. Jan.


22. Januar 1710 Brief des holländischen Gesandten über Situation der Mennoniten
Der kurze Bericht eines holländischen Gesandten in Bern aus dem Jahr 1710 wirkt wie ein Fenster in eine Zeit, in der die Obrigkeiten mancher reformierter Orte die Täufer (Mennoniten) nicht nur als religiöse Abweichler sahen, sondern als Staatsrisiko. Der Brief benennt Namen, Mechanismen und eine erschreckende Logik: Jagd, Denunziation, Haft, Deportation.

Redaktion
22. Jan.


22. Januar 1871: Mennoniten und Wehrpflicht: Alexanderwohl 1871
Als sich im Winter 1870/71 in den mennonitischen Siedlungen Südrusslands die Nachricht verdichtete, dass das Zarenreich tiefgreifende Reformen plane, traf die Gemeinschaft ein Thema ins Herz: die drohende Einführung der allgemeinen Wehrpflicht – und damit die Frage, ob und wie man den eigenen Grundsatz der Wehrlosigkeit/Nichtresistenz unter veränderten staatlichen Bedingungen bewahren könne.

Redaktion
22. Jan.


21. Januar 1525 Erste Glaubenstaufe
Und es hat sich begeben, daß sie beieinander gewesen sind, bis sie die Angst anging und auf sie kam, ja in ihre Herzen gedrungen wurden. Da haben sie angefangen, ihre Knie zu beugen vor dem höchsten Gott im Himmel und ihn angerufen als einen Herzenskündiger und ihn gebeten, daß er ihnen Barmherzigkeit wollte beweisen. Denn Fleisch und Blut und menschlicher Fürwitz hat sie nicht dazu getrieben, weil sie gewußt, was sie darüber würden dulden und büßen müssen.

Redaktion
21. Jan.


21. Januar 1931: Audienz in Asunción
Als im Januar 1930 die ersten Siedler der Kolonie Fernheim im paraguayischen Chaco ankamen, trafen sie nicht nur auf Neuland, sondern auf eine der härtesten Siedlungslandschaften Südamerikas: große Entfernungen, kaum Infrastruktur, extreme Hitze, unsichere Wasserversorgung und ein Wirtschaftsstart unter Bedingungen, die selbst erfahrene Kolonisten an Grenzen brachte.

Redaktion
21. Jan.


20. Januar 1527 – Religionsdebatte zwischen Hans Denck und Johannes Bader in Landau
Als der Winter 1527 über der Südpfalz lag, war Landau nicht nur eine befestigte Stadt, sondern ein Brennpunkt religiöser Unruhe. Die Reformation hatte vielerorts den bisherigen kirchlichen Alltag aufgebrochen – und zugleich neue Fragen provoziert: Wer gehört zur Kirche? Wer darf taufen? Und woran entscheidet sich „wahrer“ Glaube: am Bekenntnis, am Sakrament, an der Schrift – oder an der inneren Erneuerung?

Redaktion
20. Jan.


19. Januar 1788: Mennoniten-Treffen in der russischen Botschaft in Danzig
Im Jahre 1788 verdichteten sich in Danzig die Hoffnungen, Ängste und ganz praktische Fragen vieler mennonitischer Familien zu einem einzigen Ereignis: In der russischen Botschaft bzw. im russischen Konsulat (zeitgenössisch auch „Residentur“) kamen auswanderungswillige Mennoniten zusammen, um sich über eine mögliche Übersiedlung nach Südrussland zu informieren und verbindliche Schritte einzuleiten.

Redaktion
19. Jan.
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