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11. März 1827: Preußen befreit Mennoniten von der Eidespflicht
Am 11. März 1827 erließ der preußische Staat eine für die Mennoniten bedeutsame Verordnung: „wegen der von den Mennoniten statt des Eides abzugebenden Versicherungen“. Darin wurde festgelegt, dass Mennoniten wegen ihrer Religionsgrundsätze von der förmlichen Eidesleistung befreit werden sollten. Damit erkannte Preußen offiziell an, dass diese Glaubensgemeinschaft aus Gewissensgründen keinen gewöhnlichen Eid schwören konnte.

Redaktion
11. März


10. März 1528 Hinrichtung von Balthasar Hubmaier
Am 10. März 1528 starb Balthasar Hubmaier in Wien den Feuertod, ohne den geforderten Widerruf zu leisten.

Redaktion
10. März


10. März 1916: Manitoba drängt das Deutsche aus den Schulen – und trifft die mennonitischen Gemeinden ins Herz
Für die mennonitischen Gemeinden Manitobas war das ein besonders schwerer Schlag. Viele von ihnen waren seit den 1870er Jahren nach Kanada gekommen, im Vertrauen darauf, ihren Glauben, ihre Gemeindestruktur und auch die Erziehung ihrer Kinder in eigener Verantwortung bewahren zu können. Das Bildungswesen war für sie keine Nebensache, sondern Teil ihres religiösen Lebens.

Redaktion
10. März


09. März 1522 Züricher Wurstessen
Am 09. März 1522 fand in Zürich das sogenannte "Zürcher Wurstessen" statt. Damals wurde von den Gläubigen bewusst gegen das Fasten als religiöse Übung verstoßen, weil sie hier keine biblische Grundlage fanden. Am ersten Sonntag der Fastenzeit (9. März 1522, Invokavit) fand das Wurstessen in Zürich statt. Dabei wurde im Hause des Druckers Christoph Froschauer von Angehörigen der Zürcher Ehrbarkeit und im Beisein mehrerer Geistlicher demonstrativ gegen das geltende Abstinenzge

Redaktion
9. März


7. März 1568 Tod von Dirk Philips
Mit Menno Simons teilte Philips auch die Ansichten über die Gewaltfreiheit, die Menschwerdung Gottes und die Dreieinigkeit . In den Diskussionen über den Gemeindebann nahm Philips zusammen mit Leenaert Bouwens eine strikte Position ein, was mit zur Herausbildung der liberaleren Parteien der Waterländer und Hochdeutschen innerhalb der mennonitisch-täuferischen Bewegung führte.

Redaktion
7. März


07. März 1872: London leitet die mennonitische Auswanderungsfrage nach Ottawa weiter
Der 7. März 1872 steht am Beginn eines Vorgangs, der für die Geschichte der Russlandmennoniten von großer Tragweite werden sollte: Die britische Kolonialverwaltung leitete Unterlagen zur möglichen mennonitischen Einwanderung aus Russland nach Kanada an die zuständigen Stellen in Ottawa weiter. Damit wurde aus einer besorgten Anfrage aus Südrussland eine offizielle Angelegenheit zwischen Berdiansk, London und Kanada.

Redaktion
7. März


06. März 1690 – Angriff auf Ehe, Kinderstatus und Erbe
Am 6. März 1690 griff die Berner Obrigkeit die täuferische Lebensordnung an einer Stelle an, die in der Frühen Neuzeit wie ein „Knotenpunkt“ von Recht, Religion und Alltag wirkte: bei der Ehe – und damit bei Kindern, Erbrecht und Vermögen. Der Staat machte deutlich, dass er täuferische Eheschließungen, die nicht durch die staatlich anerkannte Geistlichkeit vollzogen waren, nicht als Grundlage erbrechtlicher Ansprüche gelten lassen wollte.

Redaktion
6. März


06. März 1695: Verbot der Bestattung auf Friedhöfen: soziale Ausstoßung über den Tod hinaus
Wenn der Beschluss von 1690 die Täuferfamilie „im Leben“ traf (Ehe, Kinderstatus, Erbe), dann zielte die Entscheidung von 1695 auf etwas, das in frühneuzeitlichen Dörfern fast noch tiefer ging: die Ehre und Zugehörigkeit im Tod. Denn der Friedhof war nicht nur ein Ort der Bestattung, sondern ein sichtbares Zeichen: Wer hier liegt, gehört zur anerkannten Gemeinschaft.

Redaktion
6. März


05. März 1871 – Gespräch am Gartentor: Mennonitische Delegierte treffen Zar Alexander II.
Anfang 1871 ging durch die mennonitischen Kolonien im Süden des Russischen Reiches ein Alarmruf: In der Hauptstadt werde über die Einführung einer allgemeinen Wehrpflicht gesprochen. Für viele Mennoniten war das mehr als eine Verwaltungsreform – es berührte den Kern ihres Glaubensverständnisses, nämlich die Wehrlosigkeit und damit die Frage, ob der Staat von ihnen Pflichten verlangen könnte, „die mit ihrem Gewissen nicht zu vereinigen waren“.

Redaktion
5. März


4. März 1593 – Maurits von Oranien schützt die Rechte der Mennoniten in Middelburg
Am 4. März 1593 ereignete sich in der Geschichte der Religionsfreiheit und des Wirtschaftsrechts ein wegweisender, wenn auch oft übersehener Moment. Während Europa noch tief in konfessionellen Konflikten steckte, bewies Moritz von Oranien, Statthalter der Vereinigten Niederlande, eine bemerkenswerte Weitsicht: Er stellte sich schützend vor die Mennoniten und sicherte ihnen ihre Berufs- und Gewerbefreiheit zu.

Redaktion
4. März


03. März 1855: Zar Nikolaus I. stirbt – ein Herrscherwechsel mitten im Krieg
Nikolaus’ Tod war für Mennoniten weniger ein Ereignis „an einem Tag“, sondern der Beginn einer neuen Epoche, in der sich die Frage zuspitzte, ob ihre religiös begründete Wehrlosigkeit und ihre koloniale Sonderstellung im modernisierenden Reich dauerhaft Platz haben würden.

Redaktion
2. März


01. März 1562 – Das Massaker von Vassy: Der Funke, der Frankreich in Religionskriege stürzte
Als am 1. März 1562 im kleinen Ort Wassy/Vassy (Champagne) eine reformierte Gemeinde zum Gottesdienst zusammenkam, ahnte kaum jemand, dass wenige Stunden später nicht nur Blut vergossen, sondern auch eine politische Schwelle überschritten sein würde. Das Massaker von Vassy gilt vielen Historikern als Startsignal der Französischen Religionskriege.

Redaktion
1. März


27. Februar 1534 Vertreibung andersgläubiger aus Münster
Radikale Täufer versuchen in Münster das Reich Gottes auf Erden zu errichten.

Redaktion
27. Feb.


25. Februar 1536 Hinrichtung Jakob Hutter
Am 25. Februar 1536 wird der Täuferführer Jakob Hutter (auch: Huter/Hueter) in Innsbruck öffentlich hingerichtet – „vor dem Goldenen Dachl“ am Neuen Hof. Er stirbt durch Feuer, als „Ketzer“ verurteilt, vor den Augen der Stadt.

Redaktion
25. Feb.


24. Februar 1527 Erstes Glaubensbekenntnis der Täufer
Am 24. Februar 1527 trafen sich in Schleitheim (bei Schaffhausen) Vertreter der frühen Täuferbewegung. Ziel des Treffens war es, der noch jungen und stark verfolgten Bewegung eine klare geistliche und gemeindliche Orientierung zu geben.

Redaktion
24. Feb.


24. Februar 1946: Das erste Tauffest unter den Enlhet Indianern
Am 24. Februar 1946 fand in Filadelfia (Kolonie Fernheim, paraguayischer Chaco) ein Ereignis statt, das in der Missions- und Kirchengeschichte der Region bis heute als Meilenstein gilt: das erste Tauffest unter Angehörigen der Enlhet Norte – damals in der deutschsprachigen Umgebung meist noch „Lenguas“ genannt.

Redaktion
24. Feb.


23. Februar 1554: Mennonitische Älteste ringen in Wismar um Kirchendisziplin – auch über die Waffenfrage
Im Winter 1553/54 war Wismar ein wichtiger Aufenthaltsort von Menno Simons. In dieser Zeit kam es dort nicht nur zu theologischen Streitgesprächen mit reformierten Gegnern, sondern auch zu einer internen Beratung mennonitischer (bzw. niederländisch-niederdeutscher täuferischer) Ältester über Fragen der Gemeindedisziplin.

Redaktion
23. Feb.


23. Februar 1788 Auswanderung der Mennoniten von Preußen nach Russland
Der 23. Februar 1788 gilt in manchen mennonitischen Chronologien als ein frühes Datum des Aufbruchs von Familien aus dem Raum Danzig/Westpreußen nach Russland. In der Forschung wird jedoch darauf hingewiesen, dass dieses Datum nicht unbedingt den Beginn der gesamten Auswanderungsbewegung markiert, sondern eher einzelne frühe Grenzübertritte beschreibt.

Redaktion
23. Feb.


18. Februar 1546 Tod von Matin Luther
In der Nacht zum 18. Februar 1546 um 3 Uhr morgens starb Martin Luther. Er hatte ein Herzleiden, machte aber trotzdem im Januar eine Reise nach Eisleben. Durch die Reise geschwächt, starb er dann in Eisleben. Luther wurde am 22.02.1546 in der Schlosskirche zu Wittenberg unterhalb der Kanzel beerdigt.

Redaktion
18. Feb.


11. Februar 1711 Berner Regierung erlässt Amnestie-Plakat für Wiedertäufer
Am 11. Februar 1711 veröffentlichte die Berner Obrigkeit ein gedrucktes Amnestie-Plakat (Mandat), das in der Täufergeschichte zu einem markanten Einschnitt wurde: Den als „Wiedertäufer“ bezeichneten Männern und Frauen wurde – unter bestimmten Bedingungen – der freie Austritt aus dem Land gestattet.

Redaktion
11. Feb.
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