top of page


04. Januar 1528: Karl V. lässt erstes Mandat gegen die Täufer verkünden
Der 4. Januar 1528 markiert einen Wendepunkt, weil hier die Reichsebene zum ersten Mal deutlich signalisiert: Das Täufertum ist nicht nur ein lokales Problem, sondern eine Gefahr, die das Reich als Ganzes zu bekämpfen meint.
Gleichzeitig zeigt dieses Mandat, wie sehr die frühe Neuzeit religiöse Abweichung mit politischer Bedrohung verknüpfen konnte.

Redaktion
4. Jan.


03. Januar 1890 Einweihung der Marien-Taubstummenschule in Tiege, Molotschna
Besonders typisch für die Mennoniten ist die Breite der Trägerschaft: Die Schule wurde laut Quelle durch freiwillige Beiträge unterhalten, an denen sich „alle Mennoniten Russlands“ beteiligten; erwähnt wird auch Wohlwollen und Förderung durch die Allgemeine Mennonitische Konferenz. Das war gelebte Solidarität über Dorf- und Bezirksgrenzen hinweg: Wer nicht selbst ein gehörloses Kind hatte, half mit, damit diese Kinder nicht vergessen wurden.

Redaktion
3. Jan.


01. Januar 1448 Geburt von Huldrych Zwingli in Wildhaus
Am 1. Januar 1484 wird in Wildhaus Huldrych Zwingli geboren – der spätere Zürcher Reformator, aus dessen Reformkreis heraus 1525 die ersten Täufer hervortreten und der damit zugleich am Anfang jener Entwicklung steht, die für die Täufer bald Verfolgung und Zerstreuung bedeutete. Warum Zwingli für Täufer und später Mennoniten bedeutsam ist Zwingli ist für Mennoniten (als Teil der täuferischen / anabaptistischen Familie) eine Schlüsselfigur mit doppelter Bedeutung : Er steht ei

Redaktion
1. Jan.


01. Januar 1854 Mennonitische Blätter: Stimme, Spiegel und Bindeglied deutscher Mennoniten
Die Mennonitischen Blätter, die älteste Zeitschrift der Mennoniten wurden am 1. Januar 1854 vom Prediger Jakob Mannhardt gegründet.

Redaktion
1. Jan.


01. Januar 1788 Eine Einladung an der Kirchentür
Am Neujahrstag 1788 spielte sich in Danzig eine Szene ab, die man sich fast filmisch vorstellen kann: Nach dem Gottesdienst an der Mennonitenkirche in Neugarten (einem Vorstadtbezirk außerhalb der Stadtmauern) treten die Besucher ins Freie – und Georg (von) Trappe, Werber im Auftrag der russischen Regierung, drückt ihnen gedruckte Einladungsschriften in die Hand.

Redaktion
1. Jan. 2026


31. Dezember 1916 – 14.000 mennonitische Männer im Kriegsdienst ohne Waffe
Als das Kriegsjahr 1916 zu Ende ging, zeigte sich, wie tief der Erste Weltkrieg auch in das Leben der Russlandmennoniten hineingriff – selbst dort, wo das Tragen der Waffe aus Gewissensgründen abgelehnt wurde. Zeitgenössische und spätere Auswertungen sprechen davon, dass bis zum Jahresende rund 12.000 bis 14.000 mennonitische Männer in Russland „mobilisiert“ bzw. in den Kriegsdienst eingebunden waren – vor allem im Sanitäts- und Transportwesen sowie im Forst- und Hilfsdienst.

Redaktion
31. Dez. 2025


31. Dezember 1384 Tod von John Wyclif
Am 31. Dezember 1384 starb John Wyclif (auch Wycliffe/Wyclif) in Lutterworth (Leicestershire) – nach einem Schlaganfall, den er nach zeitgenössischer Überlieferung während der Messe erlitt. Mit seinem Tod endete zwar sein Wirken als Pfarrer und Oxforder Gelehrter, doch seine Ideen lebten weiter und wurden zu einem wichtigen Vorlauf späterer Reformbewegungen.

Redaktion
31. Dez. 2025


28. Dezember 1858: Einweihung Bethaus in Neu-Halbstadt an der Molotschna
Bethaus in Neu-Halbstadt Als sich die Gemeinde am 28. Dezember 1858 zur Einweihung ihres neuen Bethauses versammelte, lag hinter ihr nicht nur ein Bauprojekt, sondern eine ganze Kette von Erwartungen, Enttäuschungen und Verzögerungen. Gerade deshalb bekam dieser Wintertag ein Gewicht, das über das Bauprojekt hinausging: Es war ein Moment der Sammlung – und ein sichtbares Zeichen, dass nach unruhigen Jahren wieder Ordnung in den Alltag der Kolonie einkehren konnte. Ein Bau der

Redaktion
28. Dez. 2025


25. Dezember 1921: Als im Weihnachtsgottesdienst Hoffnung eintraf
Der 25. Dezember 1921 war in der mennonitischen Ansiedlung „Am Trakt“ (Wolgagebiet) kein Festtag im üblichen Sinn. In den Erinnerungen von Johannes J. Dyck erscheint dieser Weihnachtstag als Grenzmarke des Überlebens: Die Menschen waren ausgezehrt, viele krank – und doch fiel im Gottesdienst ein Satz, der das Dorf für einen Moment aufrichten konnte.

Redaktion
25. Dez. 2025


24. Dezember 1930: Weihnachten, das keines war
Für die mennonitischen Flüchtlinge aus dem Dorf Schumanowka, die über den Amur geflohen waren und sich nun in China befanden, war es zwar dem Kalender nach Weihnachten – feiern konnten sie es aber nicht. Die Umstände ließen keinen Raum für festliche Formen, für Gemeinschaftsfreude, für Lieder oder eine stille Weihnachtsandacht, wie sie es aus der Heimat kannten. Dieses Weihnachten fiel aus – nicht aus mangelndem Glauben, sondern weil Not, Angst und Unsicherheit jede Kraft auf

Redaktion
24. Dez. 2025


22. Dezember 1642: Das „Privilegium“ König Władysław IV. für die Mennoniten im Marienburger Werder
Das Privileg von 1642 ist im Kern eine königliche Bestätigung: Die Mennoniten erhalten nicht nur „Gnade“, sondern eine Rechtsgrundlage, auf die sie sich gegenüber lokalen Behörden, Grundherren oder kirchlichen Stellen berufen konnten. In einer zeitnahen Zusammenfassung wird deutlich, dass Mennoniten selbst aktiv um diese Bestätigung nachsuchten – 1642 beantragten sie die Bestätigung ihrer bestehenden Privilegien durch Władysław IV.

Redaktion
22. Dez. 2025


21. Dezember 1553: Mennonitische Hilfe zu Weihnachten
Am 21. Dezember 1553 liegt vor der mecklenburgischen Hansestadt Wismar ein Schiff im Eis fest. An Bord: reformierte Glaubensflüchtlinge aus England – Menschen, die wenige Monate zuvor ihre Gemeinde und ihre Existenz zurücklassen mussten.

Redaktion
21. Dez. 2025


17. Dezember 1801: Landkauf gegen Kantonpflicht: Gewissenskonflikt bei Mennoniten
Für die Mennoniten war die Frage der Wehrlosigkeit keine „private Angelegenheit“, sondern ein Glaubensgrundsatz: Waffen- und Kriegsdienst zu leisten galt als nicht vereinbar mit dem eigenen Bekenntnis. Genau hier entstand der innere Konflikt.

Redaktion
17. Dez. 2025


16. Dezember 1930 – Die Flucht eines mennonitischen Dorfes über den Amur
Am späten Abend, bei Temperaturen von bis zu –50 °C, begann die Flucht. Nachdem die Wachposten aus New York sich wegen der Kälte zurückgezogen hatten, wurde gegen Mitternacht das vereinbarte Zeichen gegeben. Kühe wurden freigelassen, Frauen und Kinder in die Schlitten gesetzt, Lichter brannten weiter in den Häusern, das Abendbrot blieb auf den Tischen stehen – sichtbare Zeichen eines endgültigen Abschieds.

Redaktion
16. Dez. 2025


13. Dezember 1876 – Heinrich Wiebe erfriert bei Steinbach
Als die ersten mennonitischen Siedler in den 1870er-Jahren im East Reserve in Manitoba ankamen, standen sie vor einer Pionierwirklichkeit, die sich nicht romantisch, sondern hart anfühlte: weite Wege, wenig Infrastruktur – und ein Winter, der Fehler kaum verzieh. Zwischen 1874 und 1878 siedelten dort rund 3.000 Mennoniten in geschlossenen Dorfgemeinschaften nach europäischem Muster.

Redaktion
13. Dez. 2025


12. Dezember 1830 – Gründung des Landwirtschaftlichen Vereins in der Kolonie Molotschna
Der Verein entwickelte sich in den folgenden Jahrzehnten zu einer zentralen Institution der Kolonie und prägte die landwirtschaftliche Entwicklung der Mennoniten in Russland nachhaltig.

Redaktion
12. Dez. 2025


08. Dezember 1873 – Mennoniten auf der Tagesordnung des US-Kongresses
Im Repräsentantenhaus in Washington werden an diesem Tag mehrere Petitionen verlesen, die sich alle um dasselbe Anliegen drehen: Mennoniten aus Russland und Preußen wünschen sich zusammenhängende Siedlungsgebiete auf öffentlichem Land in den USA – mit gesicherter Religionsfreiheit und ohne Verpflichtung zum Militärdienst. Im Mittelpunkt steht dabei der Abgeordnete Herr Abraham Smith aus Pennsylvania, der eine Petition „der Vertreter der Mennoniten in Südrußland und Preußen“

Redaktion
8. Dez. 2025


07. Dezember 1542: Kaiser Karl V. verhängt das Todesurteil über Menno Simons
Am 7. Dezember 1542 wird in den Niederlanden ein kaiserliches Plakat veröffentlicht, das sich ausdrücklich gegen einen ehemaligen katholischen Priester aus Friesland richtet: Menno Simons. In diesem Mandat, das im Namen Kaiser Karls V. erlassen wird, wird Menno als gefährlicher Täuferführer bezeichnet; seine Lehre gilt als Verführung „einfacher Leute“, die heimlich und bei Nacht betrieben werde.

Redaktion
7. Dez. 2025


05. Dezember 1531 Hinrichtung von Jan Folkertsz Trypmaker
Am 5. Dezember 1531 endet auf dem Richtplatz von Den Haag das kurze, aber folgenreiche Wirken eines Mannes, der zu den frühesten Leitern der niederländischen Täufer zählt: Jan Folkertsz (Volkertsz) Trypmaker. Seine Hinrichtung steht exemplarisch für das harte Vorgehen Habsburgs gegen die junge Täuferbewegung – und markiert zugleich einen Wendepunkt für die entstehende Amsterdamer Gemeinde.

Redaktion
5. Dez. 2025


05. Dezember 1868: Neues Wehrgesetz in Österreich
Für die mennonitischen Kolonien Galiziens bedeutete dieses Gesetz, dass ihr altes Privileg von 1789 in Frage stand. Eine Einberufung zum regulären Waffendienst hätte die Mennoniten in einen direkten Konflikt mit ihrem Glaubensverständnis gebracht: Nach ihrer Interpretation der Bergpredigt durfte ein Christ nicht töten und nicht zum Kriegshandwerk greifen.

Redaktion
5. Dez. 2025
bottom of page
