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Tragischer Todesfall in mennonitischer Kolonie in La Pampa


In der mennonitischen Kolonie Nueva Esperanza bei Guatraché in der argentinischen Provinz La Pampa ist es zu einem tragischen Unglücksfall gekommen: Ein fünfjähriges Mädchen starb, nachdem es beim Essen von Sonnenblumenkernen offenbar an einem Fremdkörper in den Atemwegen erstickt war. Darüber berichteten mehrere argentinische Medien unter Berufung auf Justiz- und Ermittlungsquellen.



Nach Angaben der Behörden ereignete sich der Vorfall am Sonntag, 1. März 2026. Das Kind wurde aus der Kolonie in das Krankenhaus von Alpachiri gebracht. Dort traf es noch mit Lebenszeichen ein beziehungsweise wurde laut einem weiteren Bericht gegen 23.15 Uhr mit einem kardiorespiratorischen Stillstand eingeliefert. Das medizinische Personal leitete sofort Wiederbelebungsmaßnahmen ein, doch diese blieben ohne Erfolg. Das Mädchen starb trotz aller Bemühungen im Krankenhaus.


Die Staatsanwaltschaft der III. Gerichtsregion mit Sitz in General Acha leitete daraufhin Ermittlungen ein. Eine am Montag durchgeführte Obduktion, vorgenommen von der Gerichtsmedizinerin Yanina Ratto von der Agencia de Investigación Científica (AIC), ergab als Todesursache eine Obstruktion der Atemwege durch einen Fremdkörper. Nach den bislang veröffentlichten Informationen hatte sich das Kind beim Verzehr von Sonnenblumenkernen verschluckt.


Wie die Justiz weiter mitteilte, wurden Zeugen vernommen und die üblichen Ermittlungsschritte eingeleitet, um die genauen Umstände des Vorfalls vollständig zu klären. In einem Bericht heißt es zudem, dass ein Fahrer aus der Gemeinschaft das Kind ins Krankenhaus brachte.


„Für die Kolonie Nueva Esperanza ist es bereits der zweite schwere Trauerfall innerhalb kurzer Zeit: Erst im November 2025 kamen beim Besuch eines neuen Siedlungsgebietes am Río Negro drei Mitglieder der Familie Neufeld ums Leben – Vater Jacob Neufeld sowie seine Kinder Anna und David, die dort im Wasser ertranken.“


Der Tod des Mädchens löste in der mennonitischen Gemeinschaft von Nueva Esperanza und darüber hinaus in Teilen der Provinz große Bestürzung aus. Der Fall erinnert in schmerzlicher Weise daran, wie schnell alltägliche Situationen, besonders bei kleinen Kindern, in eine lebensbedrohliche Notlage umschlagen können.


Quellen:

  1. InfoHuella: “Menonita: falleció una niña de cinco años que se ahogó comiendo girasol”, veröffentlicht am 2. März 2026. Enthält Angaben der Fiscalía de la III Circunscripción Judicial, zur Obduktion durch Yanina Ratto (AIC) und zur Todesursache.

  2. La Arena: “Murió una niña en la Colonia Menonita”, veröffentlicht am 2. März 2026, 10:45 Uhr. Ergänzt Details zum Transport ins Krankenhaus von Alpachiri, zum zeitlichen Ablauf und zu den ersten Ermittlungsmaßnahmen.

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