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Suriname führt Visumpflicht für Reisende aus Mexiko und Bolivien wieder ein

vor 23 Stunden
1 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 38 Minuten

Einreise nach Suriname: Seit dem 1. Oktober 2026 benötigen Reisende aus Mexiko und Bolivien wieder ein Visum.
Einreise nach Suriname: Seit dem 1. Oktober 2026 benötigen Reisende aus Mexiko und Bolivien wieder ein Visum.

Paramaribo, Suriname, 7. Oktober 2026. Seit dem 1. Oktober benötigen Reisende aus Mexiko und Bolivien wieder ein Visum für die Einreise nach Suriname. Zuvor war die Einreise deutlich einfacher möglich. Reisende aus beiden Ländern konnten ohne vorher beantragtes reguläres Visum einreisen, unter anderem über eine vereinfachte Touristenregelung.


Der Präsidentenpalast in Paramaribo. Die Regierung Surinames hat für Reisende aus Mexiko und Bolivien wieder eine Visumpflicht eingeführt.
Der Präsidentenpalast in Paramaribo. Die Regierung Surinames hat für Reisende aus Mexiko und Bolivien wieder eine Visumpflicht eingeführt.

Die Regierung begründet die Änderung mit aktuellen Entwicklungen bei der Migration. Präsidentin Jennifer Simons stellte die neue Regelung auch in Zusammenhang mit der Ansiedlung mennonitischer Familien. Sowohl in Mexiko als auch in Bolivien leben große konservative mennonitische Gemeinschaften, aus denen in den vergangenen Jahren Familien nach neuen Siedlungsgebieten gesucht haben.


Durch die neue Visumpflicht kann Suriname nun bereits vor der Einreise stärker prüfen, wer aus diesen Ländern ins Land kommen möchte. Für mennonitische Familien, die Verwandte besuchen, Land besichtigen oder Möglichkeiten für eine Ansiedlung prüfen wollen, bedeutet dies zusätzlichen Aufwand.


Die Regierung bezeichnet die Visumpflicht als vorübergehende Maßnahme. Ein Enddatum wurde bislang nicht genannt.


Maisfeld in Suriname. Was mit diesen Flächen passiert ist noch ungewiss.
Maisfeld in Suriname. Was mit diesen Flächen passiert ist noch ungewiss.

Parallel dazu dauern die Diskussionen über bestehende mennonitische Siedlungen an. Präsidentin Simons erklärte erneut, dass keine großflächige Rodung von primärem Regenwald für neue Landwirtschaft zugelassen werde. Als Alternative verweist die Regierung auf bereits erschlossene landwirtschaftliche Flächen.


Für Mennoniten aus Mexiko und Bolivien ist damit vor allem die Einreise schwieriger geworden. Ob die Visumpflicht nach einigen Monaten wieder aufgehoben wird, bleibt abzuwarten.


Quellen:

  • Regierung Surinames, Außenministerium, 29.09.2026.

  • Suriname Nieuws Centrale / ABC Suriname, 05.10.2026.


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