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Schulstarthilfe aus den Kolonien: Mennoniten unterstützen Schulen im Chaco

Eine Klasse freut sich über die neuen Schulmaterialien
Eine Klasse freut sich über die neuen Schulmaterialien

Frau Ruthie Bergen, die Ehefrau des Gouverneurs des Departements Boquerón, engagiert sich neben der Unterstützung ihres Mannes in mehreren sozialen Projekten. Dieses Engagement ist auch Ausdruck der mennonitischen Werte, die ihr ebenso wie ihrem Mann wichtig sind. Beide stammen aus dem mennonitischen Umfeld, und gerade diese Prägung zeigt sich in der praktischen Hilfe für Menschen im Chaco.


Frau Ruthie Bergen bei Sortieren des gespendeten Materials
Frau Ruthie Bergen bei Sortieren des gespendeten Materials

Eines dieser Projekte ist das Sammeln von Schulmaterialien für Kinder in entlegenen Schulen. Die Sammlung findet in den drei mennonitischen Kolonien im Chaco statt und läuft über zwei Wochen im Februar. Dadurch können die gespendeten Materialien rechtzeitig zum Schulanfang oder zumindest noch im ersten Halbjahr an die Schulen verteilt werden.


Verteilung des Schulmaterials an die Schüler
Verteilung des Schulmaterials an die Schüler

Besonders hervorzuheben ist, dass die Spenden hauptsächlich aus den mennonitischen Kolonien kommen. Viele mennonitische Familien beteiligen sich an der Aktion und geben Schulmaterialien weiter, damit Kinder aus abgelegenen Regionen besser ausgestattet lernen können. Dieses gemeinsame Handeln zeigt, wie stark das soziale Verantwortungsbewusstsein in den mennonitischen Gemeinschaften verankert ist.


Freiwillige Mitarbeiter beim Vorbereiten der Verteilaktion
Freiwillige Mitarbeiter beim Vorbereiten der Verteilaktion

Unterstützt wird die Aktion von freiwilligen Helferinnen und Helfern sowie von Angestellten der Bezirksregierung. Sie helfen beim Sortieren, Einteilen und Verpacken der Spenden und übernehmen die Logistik, damit die Materialien zuverlässig an die verschiedenen Schulen gelangen.


Die Verteilung findet an zahlreichen Schulen statt, von denen manche sehr abgelegen und schwer erreichbar sind. Gerade in diesen Regionen sind die Wege oft in schlechtem Zustand und nur schwer passierbar, was den Einsatz der Helferinnen und Helfer besonders anspruchsvoll macht.


Manche abgelegene Schulen sind nur über Erdwege zu erreichen
Manche abgelegene Schulen sind nur über Erdwege zu erreichen


Zwar erhalten die Schulen regulär auch Material vom Staat, doch dieses ist häufig knapp und reicht nicht für alle Schülerinnen und Schüler aus. Die Hilfsaktion trägt deshalb wesentlich dazu bei, dass möglichst alle Kinder die benötigten Materialien für den Unterricht erhalten.


Verschiedene Schulen werden besucht
Verschiedene Schulen werden besucht

Zu den gespendeten Sachen gehören Rucksäcke, Schreibhefte, Stifte, Lesebücher, Mappen und vieles mehr, was im Schulalltag gebraucht wird. Die Verteilung erfolgt direkt vor Ort an den Schulen und bringt große Freude bei den Kindern und Lehrkräften. Manchmal ist sogar ein Fußball dabei, damit die Kinder auch in den Pausen eine zusätzliche Freude haben.


Zusätzlich zu Schreibmaterial und Bücher gibt es auch einen Fußball
Zusätzlich zu Schreibmaterial und Bücher gibt es auch einen Fußball

Bei der letzten Verteilaktion wurden die Materialien in blauen Taschen ausgegeben, die von einer einheimischen Kirche gespendet worden waren. Die Freude der Kinder war sichtbar groß, als sie eine solche Tasche erhielten. Noch größer war jedoch vermutlich die Freude über den Inhalt, den sie täglich in der Schule nutzen können.


Nach den Erfahrungen von Frau Bergen gibt es neben der materiellen Hilfe noch eine weitere, oft sogar größere Wirkung: die persönliche Wertschätzung. Wenn die Ehefrau des Gouverneurs eine Schule besucht, wird den Kindern und Lehrkräften signalisiert: Ihr seid nicht vergessen, wir denken an euch. Gerade diese Verbindung aus praktischer Hilfe und persönlicher Zuwendung macht das Projekt so wertvoll.


Frau Bergen im Gespräch mit einer Lehrerin
Frau Bergen im Gespräch mit einer Lehrerin

Bereits viele Schulen wurden besucht. Eine kleine Auswahl sind: Nueva Asunción, Pozo Hondo, General Díaz und Misión Santa Rosa.


Laut Frau Bergen hat das Projekt klein begonnen. Über die Jahre ist daraus jedoch eine große und wichtige Arbeit geworden, die heute vielen Menschen hilft — getragen nicht zuletzt vom beständigen Engagement der mennonitischen Kolonien im Chaco.


Die ganze Schulgemeinschaft freut sich über die Spende
Die ganze Schulgemeinschaft freut sich über die Spende

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