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Mexikanische Mennoniten setzen auf Solarenergie

Aktualisiert: 11. März 2025

Solarmodule in der Wüste Mexikos liefern Energie für die Wasserpumpen
Solarmodule in der Wüste Mexikos liefern Energie für die Wasserpumpen

Der nördliche mexikanische Bundesstaat Chihuahua ist eine sehr trockene Gegend. Hier leben viele Mennoniten die im Jahr 1922 von Kanada nach Mexiko gekommen sind. Die Mennoniten leben hier in mehreren Kolonien.


Die Gegend in dem Bundesstaat Chihuahua ist größten teils sehr trocken. Die Mennoniten, die hauptsächlich Landwirtschaft betreiben, sind darauf angewiesen ihre Felder mit Grundwasser zu bewässern. Dieses Grundwasser wird hauptsächlich mit elektrischen Pumpen gefördert. Weit entlegene Brunnen werden mit Dieselmotoren betrieben.


Das Betreiben der Pumpen mit Elektrizität aus dem staatlichen Stromnetz lehnen manche Mennoniten aus glaubensgründen ab. Andere die dieses Schritt gemacht haben und Strom aus dem staatlichen Stromnetz beziehen leiden aber unter der Unzuverlässigkeit der Strombereitstellung.


Grundgerüst für die Installierung der Solarmodule
Grundgerüst für die Installierung der Solarmodule

In der jüngeren Vergangenheit sind immer mehr mennonitische Bauern dazu übergegangen den für die Wasserpumpen benötigten Strom mit Solarmodulen selbst zu erzeugen. So werden sie unabhängiger von der staatlichen Stromversorgung. Auch religiöse Bedenken gegenüber dem Anschluss an das Stromnetz könnten so umgangen werden.



Das Grundwasser wird hier bei diesem Projekt aus einer Tiefe von 120 Meter gepumpt. Je nach Region kann aber der Grundwasserspiegel sehr viel tiefer liegen. Bis zu 1000 Meter. Die intensive Nutzung des Grundwassers hat über Jahrzehnte zu einer Absenkung des Grundwasserspiegels geführt. Die tiefste Brunnen aus denen Wasser gefördert wird haben eine Tiefe von 500 Meter.


Im Vordergrund die Wasserpumpe, dahinter die Solaranlage
Im Vordergrund die Wasserpumpe, dahinter die Solaranlage

Mit der hier installierten Solaranlage wird ein Dieselmotor von 250 PS ersetzt. Das geförderte Wasser wird in künstlich angelegten Seen gesammelt und von da dann an die Bewässerungsanlagen weiter geleitet. Mit dem hier geförderten Wasser wird ein 80 Hektar großes Baumwollfeld bewässert.

Künstlich angelegter See / Wasserspeicher
Künstlich angelegter See / Wasserspeicher

Da die Solarenergie zwar oft aber nicht immer verfügbar ist, wird wenn Strom von der Solaranlage verfügbar ist, das Wasser gefördert und in den Wasserspeichern gepumpt. Von diesen Seen wird dann später, je nach Bedarf das Wasser an die Bewässerungsanlagen weiter geleitet.


Das geförderte Grundwasser wird mit riesigen Bewässerungsanlagen auf die Felder gebracht.


Kreisrunde Felder die bewässert werden
Kreisrunde Felder die bewässert werden


Diese bewässerten Felder sind in der Regel rund und der Brunnen befindet sich in der Mitte des Feldes. Die Solarmodule werden am Rande dieser kreisrunden Felder aufgebaut.

Bilder und Informationen von Adrian Giesbrecht und anderen persönlichen Kontakten

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