Mennonitisches Krankenhaus im Chaco wurde zum wichtigen Corona-Testzentrum
- Redaktion

- 31. Aug. 2020
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Loma Plata / Boquerón. Während der Corona-Pandemie wurde das Hospital Loma Plata im paraguayischen Chaco zu einer wichtigen Anlaufstelle für schnelle Covid-19-Tests. Das Krankenhaus gehört zur Asociación Civil Chortitzer Komitee und steht in enger Verbindung mit der mennonitischen Gemeinschaft der Kolonie Menno.
Bis dahin mussten viele Proben aus dem abgelegenen Chaco nach Asunción geschickt werden. Das kostete Zeit. Mit dem eigenen Labor in Loma Plata konnten Covid-19-Proben vor Ort verarbeitet werden. Lokale Medien berichteten 2020, dass Ergebnisse meist innerhalb von 24 bis 48 Stunden vorlagen.
Für die Gesundheitsbehörden war das ein großer Vorteil. Verdachtsfälle konnten schneller bestätigt oder ausgeschlossen werden. Infizierte Menschen konnten früher isoliert und Kontaktpersonen schneller ermittelt werden. Gerade im Chaco mit seinen weiten Entfernungen war diese Zeitersparnis besonders wichtig.
Nach Angaben von RCC war das Labor in Loma Plata damals das einzige im Chaco, das vom Gesundheitsministerium für molekularbiologische Covid-19-Analysen zugelassen war. Es konnte bis zu 100 Proben pro Tag bearbeiten. Die Einrichtung diente nicht nur der mennonitischen Gemeinschaft, sondern der Bevölkerung des zentralen Chaco insgesamt.
Der damalige Gouverneur von Boquerón, Darío Medina, hob die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Behörden, Krankenhäusern, Produzenten und Gemeinden hervor. Auch öffentliche Gesundheitsstellen konnten von der schnelleren Diagnostik profitieren.
Das Hospital Loma Plata wurde während der Pandemie zugleich weiter modernisiert. In Labor, Infrastruktur und Versorgung wurden Investitionen vorgenommen. Rückblickend beschrieben lokale Medien das Krankenhaus als eine der wichtigen Einrichtungen im Kampf gegen Covid-19 im Chaco.
Heute ist die internationale Corona-Notlage beendet. Die Bedeutung des Projekts bleibt dennoch bestehen: Das Labor zeigte, wie wichtig regionale Gesundheitsstrukturen sind — besonders dort, wo große Entfernungen schnelle medizinische Entscheidungen erschweren.
Für die Mennoniten im Chaco war das Projekt auch ein Zeichen praktischer Verantwortung. In einer Zeit großer Unsicherheit stellten sie ihre organisatorischen und medizinischen Möglichkeiten in den Dienst der gesamten Region.




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