Mennoniten bohren Wasserbrunnen für die Bevölkerung in Suriname
In Witagron, einem Dorf im Landesinneren von Suriname, haben Mennoniten zwei Wasserbrunnen gebohrt. Die Arbeit kommt der einheimischen Bevölkerung zugute. Wie die Zeitung Starnieuws am 6. Oktober 2026 berichtet, hatten die Bewohner seit etwa zehn Jahren keine vergleichbare Wasserversorgung an ihren Häusern.

Fachwissen für die Menschen vor Ort
Die Braganza Marketing Group zog Mennoniten hinzu, die ihre Erfahrung und ihr Fachwissen im Brunnenbau einbringen. Mit ihren Maschinen und ihrer technischen Kenntnis leisteten sie einen praktischen Beitrag zur Verbesserung der Wasserversorgung in Witagron.
Die Brunnenbohrungen sind Teil der Zusammenarbeit mit der örtlichen Kwinti-Gemeinschaft. Braganza betont, dass die Mennoniten nicht abgeschottet leben, sondern mit der einheimischen Bevölkerung zusammenarbeiten sollen.

Familien aus Bolivien und Belize warten auf Genehmigungen
In Suriname befinden sich bereits mennonitische Familien aus Bolivien und Belize. Die Familien kommen mit landwirtschaftlicher Erfahrung ins Land und möchten dort Mais, Soja und andere Feldfrüchte anbauen.
Für das Landwirtschaftsprojekt bei Witagron sind laut Suriname Nieuws Centrale derzeit 21 mennonitische Familien aus Bolivien vorgesehen. Der Beginn des Anbaus hängt noch von den erforderlichen behördlichen Genehmigungen ab. Auch Mennoniten aus Belize warten nach eigenen Angaben auf die Erlaubnis, ihre geplanten landwirtschaftlichen Arbeiten fortzusetzen.

Landwirtschaft soll Suriname stärken
Geplant ist der großflächige Anbau von Mais und Soja. Die Ernte soll vor allem als Futtermittel für die Geflügel- und Viehzucht dienen. Dadurch könnte Suriname weniger Tierfutter importieren müssen.
Die Pläne werden allerdings kontrovers diskutiert. Politiker und Umweltorganisationen warnen vor möglichen Schäden durch die Rodung großer Waldflächen. Befürworter sehen dagegen Chancen für Arbeitsplätze und wirtschaftliche Entwicklung.

Praktische Hilfe und offene Fragen
Die beiden Wasserbrunnen sind ein konkreter Beitrag für die Menschen in Witagron. Die Mennoniten setzen ihre Fachkenntnisse ein, um die örtliche Bevölkerung bei der Wasserversorgung zu unterstützen.
Wie viele Haushalte die Brunnen nutzen können, geht aus den Berichten nicht hervor. Auch der Beginn des geplanten großflächigen Anbaus steht noch aus. Zunächst müssen die zuständigen Behörden über die erforderlichen Genehmigungen entscheiden.

Quellen:
Starnieuws – Braganza wartet auf grünes Licht für großflächigen Mais- und Sojaanbau, 6. Oktober 2026
Suriname Nieuws Centrale – Witagron setzt auf Entwicklung, doch Politik und Umweltorganisationen bremsen, 10. Oktober 2026
Suriname Nieuws Centrale – Mennoniten bereiten großflächige Landwirtschaft bei Witagron vor








Kommentare