Kooperative Chortitzer nutzt Solarenergie zur Vorbeugung von Produktionsausfällen
- Redaktion

- 5. Mai 2025
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Seit fünf Monaten sind bei der Chortitzer Kooperative zwei Solaranlagen im Wert von 2 Millionen US-Dollar voll in Betrieb, die die Milchbauern und die Fleischverpackungsanlage von Loma Plata mit Energie versorgen.
Seit Mitte Dezember 2024 sind die beiden Solarkraftwerke der Kooperative Chortitzer in der Stadt Lolita, welche die "Milchroute" umfasst und an die Fleischverpackungsanlage Loma Plata angrenzt, voll in Betrieb. Diese Anlagen erforderten eine Gesamtinvestition von 2 Millionen USD und erzeugen 4,8 Kilowattstunden, um die Energiekrise zu lindern, die diese Region des paraguayischen Chaco während der sehr heißen Jahreszeiten, insbesondere im Sommer, betrifft. Die Anlagen wurden auf zwei Grundstücken mit jeweils zwei Hektar installiert und erzeugen zwischen 2,4 und 2,8 MWh, die die Produktionsanlagen der Chortitzer Genossenschaft versorgen.
Laut Ronald Reiner, dem Präsidenten der Genossenschaft, speisen die Solarkraftwerke tagsüber Energie direkt in das Stromnetz der nationalen Stormgesellschaft ANDE ein und tragen so dazu bei, den Energiebedarf insbesondere während der Spitzenproduktionszeiten besser abzudecken. Darüber hinaus helfen sie dabei, die geplante Stromausfälle zu bestimmten Zeiten zu vermeiden, sodass die Produktionsanlagen durchgehend produzieren können.

Reimer erwähnte auch, dass sie sich für die Investition in die Installation dieser Solarkraftwerke entschieden hätten, weil sie fast genauso viel kosteten wie der Treibstoff für den Betrieb der zwölf Generatoren, die für die Kühlanlage der Chortitzer-Genossenschaft in Loma Plata installiert wurden, und selbst dann könnten sie den hohen Energiebedarf für den Betrieb nicht decken.
„Es handelt sich um zwei identische Anlagen, die jeweils auf einer Fläche von zwei Hektar installiert sind und unter idealen Bedingungen bis zu 4,6 bzw. 4,8 MWh erzeugen können. Wir haben einige technische Anpassungen vorgenommen, um auch an bewölkten Tagen eine stabile Energieversorgung zu gewährleisten. Wir haben diese Anlagen errichtet, weil wir uns aufgrund des steigenden Strombedarfs in einer Notlage befanden“, sagte Reimer.
Er fügte hinzu, dass sie auch Zukunftsprognosen mit anderen mennonitischen Genossenschaften erstellt hätten, da das ANDE-Stromnetz, das nach Chaco führt, eine installierte Kapazität zwischen 78 und 80 MWh hat, mit einem 220-MWh-Netz. Dieses reiche aber aufgrund der hohen Energienachfrage von September 2023 bis März 2024 nicht aus um die Nachfrage an Strom zu decken .

„Dadurch waren wir gezwungen, planmäßige Stromausfälle von ein bis zwei Stunden pro Gebiet durchzuführen, bei denen der Strom ein- und ausgeschaltet wurde, um einen Zusammenbruch des gesamten Netzes zu vermeiden. Wir haben schon vor Jahren versucht, unsere vertraglich vereinbarte Leistung zu erhöhen, aber es gibt weder für uns noch für andere Genossenschaften eine Möglichkeit, die von ANDE gelieferte Energiemenge zu erhöhen“, kommentierte der Präsident der Chortitzer Genossenschaft.
Reimer wies darauf hin, dass die Kolonie Chortitzer und alle in Loma Plata betriebenen Anlagen zwischen 30 und 40 MWh der 78 MWh verbrauchen, die über die ANDE-Leitung in dieses Gebiet des paraguayischen Chaco übertragen werden. Der Rest wird zwischen den beiden anderen Kolonien "Fernheim" und "Neuland", aufgeteilt.
Durch die Installation dieser Solarkraftwerke konnten sie die im Sommer im paraguayischen Chaco häufig auftretenden Stromausfälle vorübergehend lindern.
Informationen aus der Zeitung "ultima hora" übersetzt und angepasst




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