Karwoche 2025: Jesus im Grab 7/7
- Redaktion

- 18. Apr. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 23. Apr. 2025
MATTHÄUSEVANGELIUM KAPITEL 27, VERSE 57 BIS 66
Die Grablegung Jesu
57 Als es nun Abend geworden war, kam ein reicher Mann von Arimathia namens Joseph, der auch ein Jünger Jesu geworden war.
58 Dieser ging zu Pilatus und bat um den Leib Jesu. Da befahl Pilatus, daß ihm der Leib gegeben werde.
59 Und Joseph nahm den Leib, wickelte ihn in reine Leinwand
60 und legte ihn in sein neues Grab, das er im Felsen hatte aushauen lassen; und er wälzte einen großen Stein vor den Eingang des Grabes und ging davon.
61 Es waren aber dort Maria Magdalena und die andere Maria, die saßen dem Grab gegenüber.
Das Grab wird versiegelt und bewacht
62 Am anderen Tag nun, der auf den Rüsttag folgt, versammelten sich die obersten Priester und die Pharisäer bei Pilatus
63 und sprachen: Herr, wir erinnern uns, daß dieser Verführer sprach, als er noch lebte: Nach drei Tagen werde ich auferstehen.
64 So befiehl nun, daß das Grab sicher bewacht wird bis zum dritten Tag, damit nicht etwa seine Jünger in der Nacht kommen, ihn stehlen und zum Volk sagen: Er ist aus den Toten auferstanden! und der letzte Betrug schlimmer wird als der erste.
65 Pilatus aber sprach zu ihnen: Ihr sollt eine Wache haben! Geht hin und bewacht es, so gut ihr könnt!
66 Da gingen sie hin, versiegelten den Stein und bewachten das Grab mit der Wache.

Das Gartengrab in Jerusalem ist eine antike Grabstätte, die von einigen anglikanischen und freikirchlichen Christen als das Grab Jesu angesehen wird. Es liegt nördlich des Damaskustores, etwas außerhalb der Altstadt von Jerusalem, und ist von einer gepflegten Gartenanlage umgeben, die viele Besucher anzieht.
Das Grab wurde 1867 entdeckt, und 1883 kam der englische Generalmajor Charles Gordon zu der Überzeugung, dass es sich um das Grab Jesu handeln müsse. Er stützte seine Annahme auf die Lage vor der Stadtmauer und die Form des Hügels, der einem Schädel ähnelt. Diese Deutung wurde zuvor bereits von Claude Reignier Conder und Fisher Howe vorgeschlagen. Otto Thenius hatte bereits 1842 die Verbindung von Golgota mit dem hebräischen Gulgolet bzw. dem aramäischen Gûlgoltâ hergestellt. 1891 wurde das Grab ausgegraben, und 1894 wurde zur Erhaltung des Ortes die „Gartengrabvereinigung“ gegründet, die das Gelände um die Grabstätte kaufte.

Archäologen sind sich einig, dass das Gartengrab nicht das Grab Jesu ist. Bargil Pixner bezeichnete das Gartengrab als guten Platz für Erinnerung und Gebet, aber aus archäologischen und historischen Gründen als Stätte der Kreuzigung und des Begräbnisses Jesu indiskutabel.

Die Grabeskirche wird als wahrscheinlicherer Ort des Begräbnisses Jesu angesehen, unterstützt durch historische und archäologische Hinweise. Frühe Zeugnisse von Pilgern, der Bau der Basilika durch Konstantin den Großen und archäologische Funde sprechen für die Echtheit der Grabeskirche. Das Argument, dass Jesus zur Kreuzigung „hinaus“ vor die Stadt geführt wurde, während sich die Grabeskirche innerhalb der heutigen Stadtmauern befindet, gilt als widerlegt, da archäologisch gesichert ist, dass der Hügel, auf dem die Grabeskirche steht, zur Zeit Jesu außerhalb der damaligen Stadtmauern lag.
Das Gartengrab ist heute ein beliebter Besucherort, obwohl es nicht als historisch authentischer Ort der Kreuzigung und des Begräbnisses Jesu anzusehen ist.
Jesu ist gestorben, für die Jünger ist alles aus und sie ziehen sich aus Angst vor den jüdischen Behörden zurück. Es scheint so, als ob die Schriftgelehrten und Pharisäer ihr Ziel erreicht hätten, und sich jetzt beruhigt zurücklehnen konnten.
Aber dem war nicht so. Obwohl Jesus tot war, hatten die jüdischen Führer immer noch Angst, dass etwas passieren konnte. So kommen sie zu Pilatus, dem römischen Stadthalter und versuchen ihn zu überreden, dass Grab mit Soldaten zu sichern. Pilatus gewehrte ihnen diese Bitte und so wurde das Grab von mehreren römischen Soldaten bewacht.
Damals, sowie auch heute, dachten und denken die Menschen, dass mit weltlicher / militärischer Gewalt Gottes Ratschluss vereitelt werden kann. Aber wie treffend ist in Psalm 33, Vers 16 und 17 geschrieben: Einem König hilft nicht seine große Macht; ein Held kann sich nicht retten durch seine große Kraft. Rosse helfen auch nicht; da wäre man betrogen; und ihre große Stärke errettet nicht.
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