INE und Mennoniten sprechen über neuen Agrarzensus
- Redaktion

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Aktualisiert: vor 4 Tagen

Das bolivianische Statistikamt INE hat sich mit dem Comité Cívico Menonita getroffen. Thema des Treffens war der nächste Agrarzensus. Dieser ist eine große landesweite Erhebung, bei der Informationen gesammelt werden, wie Landwirtschaft im Land wirklich aussieht. Folgende Parameter werden untersucht: Wie viele Betriebe es gibt, welche Flächen werden bewirtschaftet, welche Tiere werden gehalten und welche Technik wird genutzt.

Laut INE ging es darum, die Zusammenarbeit zu klären und sicherzustellen, dass auch die mennonitischen Kolonien gut am Zensus teilnehmen können. Die mennonitischen Vertreter hätten dabei ihre Mitarbeit zugesagt.

Die erfassten Daten sind wichtig, damit Behörden und Politik besser planen können – etwa bei Straßen, Lagerhäusern, Bewässerung, Beratung, Förderung oder auch bei Krisen (Dürre, Krankheiten, Preise).
Warum spricht das INE extra mit den Mennoniten?
Die Mennoniten in Bolivien sind in vielen Regionen wichtige landwirtschaftliche Produzenten. Wenn ihre Betriebe beim Zensus gut mitmachen, werden die Daten vollständiger und genauer. Das hilft am Ende nicht nur dem Staat, sondern auch den Produzenten selbst – denn bessere Daten bedeuten oft bessere Entscheidungen und gezieltere Programme. Genau das wird auch in der INE-Mitteilung betont: Die Daten seien wichtig für Planung und Wachstum der Produktion.

Nicht nur Mennoniten: INE trifft auch andere Gruppen
Am selben Tag sprach INE-Chef Jorge Akamine auch mit dem Zivilkomitee von Santa Cruz sowie mit der Cámara Agropecuaria del Oriente (CAO) und weiteren Agrarverbänden. Der Zweck ist ähnlich: Zusammenarbeit, Transparenz und gute Organisation des Zensus.
Wann findet der neue Agrarzensus statt?
Hier gibt es unterschiedliche Angaben in offiziellen und medialen Berichten:
Die staatliche Nachrichtenagentur ABI schrieb im Februar 2025, das INE bereite den Agrarzensus „für 2025“ vor (Methodik, Vorarbeiten, Planungsgrundlagen).
In anderen Berichten wird häufiger 2026 genannt – auch im Zusammenhang mit Diskussionen über Landwirtschaftsdaten und Budgets.
Auch die FAO (UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft) berichtete über technische Unterstützung und Vorarbeiten, darunter digitale Datenerfassung und Kartierung, sowie über einen Pilot-Test in Santa Cruz, der Methoden für einen landesweiten Zensus absichern soll.
Da der Zensus im Jahr 2025 nicht stattgefunden hat, wird jetzt davon ausgegangen, dass er 2026 stattfinden wird. Hier bleibt jedoch abzuwarten, ob alle nötigen Voraussetzungen erfüllt werden können, um den Zensus 2026 durchführen zu können.
Was bedeutet das für die Landwirte?
Ein Agrarzensus senkt nicht automatisch Preise. Aber: Bessere Daten helfen, Engpässe zu erkennen, Investitionen zu planen und Probleme früh zu sehen (zum Beispiel Tierkrankheiten, fehlende Bewässerung oder schlechte Transportwege). Das kann langfristig die Versorgung stabiler machen.
Quellen:
INE: Treffen INE – Comité Cívico Menonita (26.01.2026)
INE: Treffen INE – Comité Cívico de Santa Cruz (26.01.2026)
INE: Treffen INE – CAO und Branchenverbände (26.01.2026)
ABI: Vorbereitung des Agrarzensus (13.02.2025)
FAO: Unterstützung und technische Vorbereitung (05.06.2024)
Ergebnisband „Censo Agropecuario 2013“ (INE)



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