Historischer Schritt in Loma Plata: Chortitzer übergibt Grundstückstitel an Bewohner
- Redaktion

- 25. Mai 2019
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Loma Plata/Chaco. In der mennonitisch geprägten Kolonie Menno ist ein ungewöhnlicher Schritt erfolgt: Die Kooperative Chortitzer übergab Grundstückstitel an Bewohner des Stadtviertels Residencial Sur II. Damit wurden bisherige Nutzer rechtlich eingetragene Eigentümer ihrer Parzellen.
Nach lokalen Medienberichten wurden zunächst 29 Eigentumstitel ausgehändigt. Die Grundstücke liegen in einem neuen Wohngebiet von Loma Plata und umfassen rund 600 Quadratmeter. Insgesamt sind dort etwa 220 Parzellen vorgesehen.
Besonders bemerkenswert ist dieser Vorgang, weil er von der traditionellen Praxis mennonitischer Kolonien abweicht. Normalerweise werden Grundstücke innerhalb der Kolonie nicht vollständig an einzelne Bewohner überschrieben. Die Familien erhalten meist nur Nutzungsrechte, während die offiziellen Titel bei der Kolonie, Kooperative oder Siedlungsverwaltung bleiben. Dieses Modell sollte lange Ordnung, Zusammenhalt und Kontrolle über die Entwicklung der Kolonie sichern.
Die Chortitzer Kooperative begründete den Schritt mit den veränderten Verhältnissen in Loma Plata. Aus der früher geschlossenen Koloniesiedlung ist eine wachsende Stadt geworden. Viele Familien leben und arbeiten dort dauerhaft, besaßen aber bisher keinen formellen Eigentumsnachweis. Durch die Titulierung erhalten sie nun mehr Rechtssicherheit und können leichter in ihre Häuser investieren.
Der Vorgang zeigt den Wandel im zentralen Chaco: Die mennonitischen Kolonien bleiben zwar von ihrer eigenen Ordnung geprägt, müssen sich aber zunehmend den Anforderungen einer modernen Stadtverwaltung und eines offenen Grundstücksmarktes stellen.




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