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Hoffnung für die Mädchenschule von Chortitza


Ein russischer Luftangriff hat am 4. Juli 2026 die ehemalige mennonitische Mädchenschule in Saporischschja schwer beschädigt. Ein Seitenflügel wurde zerstört, sämtliche Fenster gingen zu Bruch und auch im Inneren entstanden große Schäden. Verletzt wurde nach Angaben der Stadtverwaltung niemand.


Die schwer beschädigte mennonitische Mädchenschule in Saporischschja nach dem russischen Luftangriff vom 4. Juli 2026. Fachleute halten eine Wiederherstellung des historischen Gebäudes weiterhin für möglich.
Die schwer beschädigte mennonitische Mädchenschule in Saporischschja nach dem russischen Luftangriff vom 4. Juli 2026. Fachleute halten eine Wiederherstellung des historischen Gebäudes weiterhin für möglich.

Das Gebäude gehörte zuletzt zum Gymnasium Nr. 81. Nach der Aufgabe des Schulbetriebs sollte es zu einem Kultur- und Bildungszentrum umgestaltet werden. Erste Untersuchungen für eine Sanierung waren bereits erfolgt.


Wiederaufbau ist möglich


Der Historiker und Denkmalschutzfachmann Pawlo Krawtschuk hält eine Wiederherstellung trotz der schweren Schäden für möglich. Die größte Herausforderung ist die aufwendig gestaltete Fassade. Sie besteht aus roten, gelben und weißen Ziegeln und enthält zahlreiche Schmuckelemente.


Vor dem Angriff war die Mädchenschule eines der auffälligsten Baudenkmäler Saporischschjas.
Vor dem Angriff war die Mädchenschule eines der auffälligsten Baudenkmäler Saporischschjas.

Für den Wiederaufbau werden erfahrene Restauratoren benötigt, die mit alten Bautechniken und geeigneten Materialien vertraut sind. Nach Angaben Krawtschuks arbeitet bereits eine erfahrene Projektorganisation an den Planungen.


Der Denkmalstatus des Gebäudes ist dabei von großer Bedeutung. Er schreibt vor, dass die Schule in ihrem bisherigen Erscheinungsbild wiederhergestellt werden muss. Eine freie Umgestaltung oder die Verwendung unpassender moderner Bauelemente wäre nicht zulässig.


Die zerstörte Fassade stellt die Restauratoren vor eine schwierige Aufgabe. Ziegel und Schmuckelemente müssen möglichst originalgetreu ersetzt werden.
Die zerstörte Fassade stellt die Restauratoren vor eine schwierige Aufgabe. Ziegel und Schmuckelemente müssen möglichst originalgetreu ersetzt werden.

Ein Zeichen gegen die Zerstörung


Der Wiederaufbau wäre mehr als die Reparatur eines beschädigten Gebäudes. Die Schule gehört zum Stadtbild und zum kulturellen Erbe Saporischschjas. Viele Menschen verbinden persönliche Erinnerungen mit ihr.


Vor dem Angriff war geplant, das Gebäude weiterhin für Bildung und Kultur zu nutzen. Nach einer Restaurierung könnte es erneut zu einem Ort für Unterricht, Ausstellungen, Veranstaltungen und Begegnungen werden.


Gerade während des Krieges ist der Erhalt solcher Gebäude wichtig. Werden beschädigte Kulturdenkmäler aufgegeben, gehen nicht nur Mauern verloren, sondern auch Erinnerungen und ein Teil der Identität einer Stadt. Der Wiederaufbau der Mädchenschule würde daher ein deutliches Zeichen setzen: Zerstörung soll nicht das letzte Wort behalten.


Quellen:

  • Inform.zp.ua: Einzigartigkeit und Perspektiven des Wiederaufbaus

  • Suspilne Saporischschja: Bericht über die Schäden

  • Stadtportal Saporischschja: Bericht über die Beschädigung

  • The New Voice of Ukraine: Wiederaufbaupläne nach dem Angriff

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