Das Rätsel des roten Flusses
- Redaktion

- 6. März 2025
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 24. März 2025

Der Fluss Sarandí in Buenos Aires hat sich leuchtend rot verfärbt, was bei den Anwohnern Besorgnis auslöst und den Verdacht nährt, dass es in der Gegend zu einer Chemiekatastrophe kommen könnte.
Buenos Aires erwachte Anfang Februar mit einem tiefrot gefärbten Fluss. Das Phänomen wurde in den Gewässern des Sarandí in der Nähe von Villa Inflammable in Avellaneda registriert und Zeugen äußerten umgehend ihre Besorgnis über das, was als neuer Vorfall industrieller Verschmutzung angesehen werden könnte. Die Bilder des Wassers verbreiteten sich wie ein Lauffeuer in den sozialen Medien und vermittelten ein erschreckendes Bild. Anwohner sagen, dass es sich bei diesem Phänomen nicht um einen Einzelfall handele, da das Wasser des Flusses in der Vergangenheit schon verändert worden sei. „Manchmal wird das Wasser blau, grün oder sogar braun und hinterlässt einen öligen Film auf der Oberfläche“, sagte ein Anwohner.

Diesmal war der optische Eindruck noch größer, was die Befürchtungen hinsichtlich einer möglichen Giftigkeit des Wassers noch verstärkt hat. Ein anderer Anwohner fügte hinzu: „Der säuerliche Geruch ist unerträglich und reizt unseren Hals“, und betonte, dass dringend Maßnahmen ergriffen werden müssten, um ein mögliches Gesundheitsrisiko zu vermeiden. Vor diesem Hintergrund haben die städtischen Behörden Wasserproben entnommen, um die Ursache der Farbveränderung zu ermitteln und gesundheitliche Risiken auszuschließen.

Der Fluss "Sarandi" mündet in del "Rio de la Plata" wo sich das rote Wasser weitläufig verteilte.
Mögliche Ursachen
Die ersten Hypothesen deuten auf das Vorhandensein von Anilin hin, einer chemischen Verbindung, die in der Textil- und Pharmaindustrie verwendet wird. Angesichts der Schwere des Vorfalls wurde beim Ministerium für Infrastruktur und öffentliche Dienste der Provinz Buenos Aires Beschwerde eingereicht, das für die Untersuchung zuständig ist. Umweltorganisationen warnen, derartige Vorfälle seien ein Beleg dafür, dass in der Gegend, wo sich zahlreiche Fabriken befinden, die Industrieabfälle nicht ausreichend kontrolliert würden.
Stärkere Regulierung
Das Umweltministerium berichtete, dass das Wasser im Laufe der Stunden begonnen habe, seine normale Farbe wiederzuerlangen, es bestehe jedoch weiterhin Besorgnis. Umweltgruppen betonen, dass industrielle Aktivitäten strenger reguliert werden müssten, um künftige Umweltverschmutzungen zu verhindern. Unterdessen bleibt das Geheimnis des Red River ungeklärt. Für die Einwohner von Avellaneda ist dieser Vorfall ein weiteres Beispiel für die Umweltprobleme, mit denen sie täglich konfrontiert sind. Die Bevölkerung bleibt weiterhin in Alarmbereitschaft und wartet auf konkrete Reaktionen der Behörden, um zu verhindern, dass sich ein solcher Vorfall wiederholt.
Artikel aus lokaler Presse übersetzt




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