Bolivien: Reisaussaat 2025
- Redaktion

- 23. Nov. 2025
- 2 Min. Lesezeit

Die laufende Reisaussaat in den Departamentos Beni und Santa Cruz steht vor großen Herausforderungen. Laut Aussagen der Reisbauern und des Verbandes der Reisproduzenten droht ein massiver Teil der geplanten Anbauflächen nicht gesät werden zu können. Grund dafür ist die immer noch anhaltende Knappheit von Treibstoff und die starken Regenfälle der letzten Wochen.
Risiko für die Aussaat durch Dieselmangel
Bereits zu Beginn der Aussaat warnen landwirtschaftliche Verbände: Die kritische Knappheit an Diesel könnte rund 180.000 Hektar Reis in Santa Cruz und Beni gefährden.
Die ehemalige FENCA-Managerin und Reis-Expertin Ana Isabel Ortiz betont: „Wenn nicht in den kommenden Wochen gesät wird, weil wir den Diesel nicht bekommen, wird es fast unmöglich sein, die geplanten Flächen für die Ernte im nächsten Jahr zu sichern.“

Die Treibstoffknappheit trifft auch die mennonitischen Kolonien in der Region, wenn auch nicht so stark wie ihre bolivianischen Nachbarn. So hörte man von einigen Bauern aus den Kolonien die erfreuliche Nachricht, dass sie ausreichend Treibstoff für die Feldbearbeitung und auch für die Aussaat haben.
Weitere Herausforderungen: Regen und Flutgefahr
Nicht nur der Treibstoff ist eine Herausforderung: Im Departement Beni und auch im Departement Santa Cruz haben starke Regenfälle Teile der potenziellen Anbauflächen für Reis unter Wasser gesetzt. Laut der Asociación de Productores de Arroz (Vereinigung der Reisproduzenten) sind 15.000 Hektar Reisflächen von Überschwemmungen betroffen.
Diese Überschwemmungen verzögern die Aussaat zusätzlich, weil Felder nicht oder nur schwer für die Aussaat vorbereitet werden können. Somit verzögert sich die Aussaat oder im schlimmsten Fall wird nicht gesät.
Mit großer Anstrengung wird versucht, die überschwemmten Felder zu bearbeiten und für die Aussaat vorzubereiten. Durch das viele Wasser und den aufgeweichten Untergrund ist es für die Bauern aber sehr schwer. Nicht selten bleibt ein Traktor im Schlamm stecken und muss rausgezogen werden.

Produzenten warnen daher, dass bei weiterem Regen und fehlendem Diesel die Aussaatkampagne ins Stocken geraten könnte, oder auch ganz zum erliegen kommt. Dieses hätte gravierende Folgen für die nationale Reisversorgung Boliviens im nächsten Jahr.




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