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5. Juni 1803 1. Mennonitische Konferenz in Ibersheim




Am 05. Juni 1803 wurde von Valentin Dahlem und Peter Weber alle Mennoniten nach Ibersheim zu einer Konferenz geladen. Diese Konferenz war nötig um auf die neuen Entwicklungen zu reagieren und sich als Glaubensgemeinschaft entsprechend zu positionieren.


Die geänderte politische Situation in der Pfalz, die revolutionären Gedanken jener Zeit und der aufkommende Nationalismus gingen nicht folgenlos an den mennonitischen Gläubigen vorbei.


So wurde auf der ersten Konferenz in Ibersheim nochmals folgende mennonitischen Grundsätze festgehalten.

  • die Erwachsenentaufe (Festsetzung des Taufalters auf 14 - 15 Jahre),

  • die Verweigerung staatlicher Ämter ,

  • die Bedeutung einer einfachen Lebensweise.


Ein besonderes Anliegen dieser Konferenz war aber das Beharren auf der Wehrlosigkeit: Artikel 14 der Ibersheimer Beschlüsse bekräftigte noch einmal: „Gewehr tragen ist der Lehre Jesu und dem Bekenntnis unseres Glaubens entgegen ..."

Die Versammelten bestimmten für alle Gemeinden einen Tag zum Beten und Fasten, an dem für die Abwendung der durch die Wehrpflicht verursachten Not gebetet werden sollte.

Weiterhin wurde festgelegt, dass die Waffentragenden aus der mennonitischen Gemeinschaft ausgeschlossen werden sollten, „bis sie sich wieder mit der Gemeinde versöhnen".


Auch wurde bei dieser Konferenz ein Handbuch für Prediger herausgegeben.


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