Unwetter am Wochenende treffen den Norden von Argentinien
- Redaktion

- vor 2 Tagen
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Aktualisiert: vor 20 Stunden

Der Norden der argentinischen Provinz Santiago del Estero stand am Wochenende des 14. und 15. März 2026 im Zeichen schwerer Gewitter. Bereits am Freitagabend warnte der argentinische Wetterdienst vor kräftigen Unwettern; für Samstag und die Nacht zum Sonntag wurden Starkregen, häufige Blitzaktivität, Hagel und Windböen von mehr als 70 Stundenkilometern angekündigt. Für die betroffenen Gebiete wurden Niederschlagsmengen von etwa 25 bis 60 Millimetern in kurzer Zeit erwartet.
Besonders angespannt war die Lage im Norden der Provinz, weil die Region schon vor dem Wochenende stark belastet war. In Monte Quemado im Departamento Copo hatten heftige Niederschläge bereits zuvor Straßen überflutet, Wasser in Häuser gedrückt und Hilfseinsätze ausgelöst. Nach Angaben aus der Region waren dort rund 100 Millimeter Regen gefallen; der Krisenstab sprach später von 96 betroffenen Familien, von denen 50 bereits Unterstützung erhalten hatten.

Am Wochenende setzte sich diese Wetterlage fort. Lokale Berichte aus dem Norden von Santiago del Estero meldeten für die Nacht zum Sonntag erneut Gewitter mit starken Winden und intensiver elektrischer Aktivität, unter anderem aus dem Raum Monte Quemado. Auch aus anderen Orten des Provinzinneren wurde gemeldet, dass der Regen wieder eingesetzt hatte. Die offiziellen Warnungen des Wetterdienstes nannten ausdrücklich auch Hagel als mögliches Begleitphänomen.

Nach persönlichen Berichten aus dem Norden der Provinz fielen dabei stellenweise Hagelkörner mit bis zu fünf Zentimetern Durchmesser. Das würde erklären, warum viele Bewohner das Wochenende als besonders bedrohlich schildern: Hagel dieser Größe kann Dächer, Fahrzeuge, Scheiben und Feldkulturen in kurzer Zeit schwer beschädigen. In den amtlichen Warnungen wurde zwar vor Hagel gewarnt, eine konkrete Korngröße wurde dort jedoch nicht genannt.

Für viele Familien im nördlichen Santiago del Estero war dieses Wochenende deshalb weit mehr als nur ein gewöhnlicher Wetterumschwung. Nach Tagen mit gesättigten Böden, überlasteten Abflüssen und bereits laufenden Hilfsmaßnahmen trafen die neuen Gewitter eine Region, die vielerorts ohnehin schon am Limit war. Das Wochenende wurde so zu einem weiteren schweren Kapitel in einer ganzen Serie von März-Unwettern im Norden Argentiniens.
Quellen:
Servicio Meteorológico Nacional / TN: Warnmeldung für 14.–15. März 2026 mit Hinweis auf starke Gewitter, Hagel, Starkregen und Böen über 70 km/h in Santiago del Estero.
Info del Estero: Vorbericht zur Wetterlage vom 13. März 2026 über die Unwetterwarnung für Santiago del Estero zum Wochenende.
El Liberal: Bericht über die Folgen des Unwetters in Monte Quemado mit überfluteten Straßen und betroffenen Familien.
Nuevo Diario Web: Bericht zu Monte Quemado mit rund 100 mm Regen, starken Böen und erheblichen Schäden.
Regierung der Provinz Santiago del Estero: Mitteilung über Hilfs- und Unterstützungsmaßnahmen für betroffene Familien nach den starken Niederschlägen.




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