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Neue Kolonie nimmt Form an

Aktualisiert: vor 12 Stunden

Neue Hofstelle in der neuen Kolonie. Der Schuppen wird als erstes gebaut, dann das Haus
Neue Hofstelle in der neuen Kolonie. Der Schuppen wird als erstes gebaut, dann das Haus

In der neuen mennonitischen Kolonie Nueva Esperanza in der Provinz Río Negro, Argentinien sind nun erste sichtbare Fortschritte zu erkennen. Der Landkauf war bereits letztes Jahr abgeschlossen. Neu ist, dass sich das Gelände jetzt sichtbar verändert: Wege werden angelegt, erste Strukturen wie Schuppen, Häuser und Zäune entstehen und Familien beginnen, sich dort einzurichten.


Nach dem Vermessen der einzelnen Parzellen, werden die Zäune gezogen
Nach dem Vermessen der einzelnen Parzellen, werden die Zäune gezogen

Damit bringen die Mennoniten neues Leben in eine bisher wenig erschlossene Gegend. Wo lange kaum Entwicklung zu sehen war, entstehen nun durch Fleiß, Anstrengung und landwirtschaftliche Erfahrung erste Grundlagen für eine dauerhafte Besiedlung. Die Familien aus der Kolonie Nueva Esperanza sind mit harter Arbeit, Ackerbau, Viehhaltung und handwerklichem Aufbau vertraut. Gerade diese Fähigkeiten machen sie für die Region zu wichtigen Entwicklungsträgern.


Ein für Mennoniten recht ungewöhnliches Gefährt. Ein Dreirad welches mit Peddalen angetrieben wird.
Ein für Mennoniten recht ungewöhnliches Gefährt. Ein Dreirad welches mit Peddalen angetrieben wird.

Der Anfang steht jedoch unter schweren Vorzeichen. Erst vor wenigen Monaten wurde die neue Siedlung von einem tragischen Unglück erschüttert. Jacob Neufeld und seine Kinder Anna und David ertranken beim Besuch des neuen Siedlungsgebietes im Río Negro. Die Familie gehörte zu den ersten, die diesen neuen Abschnitt vorbereiteten. Auf dem Gelände standen bereits ein bewohntes Haus und ein weiteres Haus im Bau. Das Unglück zeigte schmerzhaft, wie schwer und verletzlich ein solcher Anfang in einer fremden Umgebung sein kann.


Unter den ersten Siedlern kam es zu einem traurigen Vorfall, bei dem 3 Menschen ertranken
Unter den ersten Siedlern kam es zu einem traurigen Vorfall, bei dem 3 Menschen ertranken

Trotz dieser Trauer geht der Aufbau weiter. Das Gebiet liegt zwischen Choele Choel und General Conesa, rund 30 Kilometer von Conesa entfernt. Auf mehr als 6.440 Hektar soll Schritt für Schritt eine landwirtschaftlich geprägte Siedlung entstehen. Die regionale Presse berichtet, dass in der bisher stillen Gegend nun Bewegung zu sehen ist: Spuren von Arbeit, einfache Bauten und erste Zeichen eines geordneten Aufbaus.


Erste Häuser sind schon gebaut und man sieht die für Mennoniten typischen Pferdewagen
Erste Häuser sind schon gebaut und man sieht die für Mennoniten typischen Pferdewagen

Für die mennonitischen Familien beginnt damit der eigentliche schwere Teil. Eine neue Kolonie entsteht nicht allein durch einen Kaufvertrag, sondern durch tägliche Arbeit: Wege, Wasserführung, Einzäunungen, Wohnplätze und später landwirtschaftliche Flächen müssen vorbereitet werden. Genau in solchen Aufgaben haben Mennoniten in vielen Ländern immer wieder gezeigt, dass sie abgelegene Gebiete in fruchtbare Kulturlandschaften verwandeln können.


Dieses Luftbild zeigt das Potential dieser Region, welches noch sehr wenig genutzt wird
Dieses Luftbild zeigt das Potential dieser Region, welches noch sehr wenig genutzt wird

Auch für Río Negro ist diese Entwicklung bedeutsam. Negro Muerto gilt als Gebiet mit landwirtschaftlichem Potenzial, war aber bisher nur wenig erschlossen. Die Ansiedlung von Nueva Esperanza zeigt, dass mennonitische Familien nicht nur kommen, um dort zu wohnen, sondern um das Land verantwortungsvoll zu bearbeiten und produktiv zu machen.


Die aktuelle Nachricht macht deutlich: Nueva Esperanza ist nicht mehr nur ein Projekt auf dem Papier. Trotz eines schweren Anfangs beginnt in Negro Muerto durch mennonitische Arbeit, Ausdauer und landwirtschaftliches Können eine neue Siedlung sichtbar zu leben.


Quellen:

  1. Diario Río Negro – La comunidad menonita Nueva Esperanza ya late en la zona de Negro Muerto

    Aktueller Hauptbericht vom 29. April 2026 über die ersten sichtbaren Fortschritte, Wege, Strukturen und angesiedelten Familien in Negro Muerto.

  2. Diario Río Negro – Una colonia menonita compró más de 5.000 hectáreas en una joya productiva de Río Negro

    Hintergrundbericht vom 22. Oktober 2025 zum Landkauf, zur Lage des Gebietes und zur geplanten landwirtschaftlichen Nutzung durch Nueva Esperanza.

  3. Gobierno de Río Negro – La llegada de colonia menonita fortalece el desarrollo rural en Río Negro

    Offizielle Mitteilung der Provinzregierung vom 27. Oktober 2025. Betont die Bedeutung der mennonitischen Ansiedlung für ländliche Entwicklung, Bewässerungslandwirtschaft und Viehhaltung.

  4. Más Producción / LM Neuquén – Negro Muerto: el potencial oculto del valle que atrae a los menonitas. Hintergrundartikel vom 20. November 2025 über das landwirtschaftliche Potenzial, die schwierige Erreichbarkeit und die Investition mennonitischer Familien in Negro Muerto.

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