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Mennonitische Familie eröffnet Buchladen ‚Selah‘ in Porta Westfalica



Zwischen Kaffeetischen, Kinderlachen und Posaunenklängen eröffnet eine mennonitische Familie in Porta Westfalica ihre eigene Buchhandlung als gemeinsames Herzensprojekt.


Familie Esau in ihrem Buchladen
Familie Esau in ihrem Buchladen

Ein Projekt der Familie

„Es soll ein echtes Familienprojekt werden“, sagen Richard und Helene Esau mit ihren vier Kindern. „Es ist viel schöner, wenn man als Familie gemeinsam an einem Projekt arbeitet, als wenn jeder morgens zu seiner eigenen Arbeitsstelle fährt“, erzählt Helene.

Lange hätten sie für ein gemeinsames Familienprojekt gebetet. Als dann die ehemalige Alpha-Buchhandlung zum Verkauf stand, war für die Familie schnell klar: Sie wollen übernehmen.

Töchter der Familie Esau an der Kasse
Töchter der Familie Esau an der Kasse

Ein Fest der Dankbarkeit

Heute, zur Neueröffnung, sind zahlreiche Freunde und Bekannte erschienen. Auf dem Hof steht ein Zelt, überall stehen Tische mit Keksen und anderen Naschereien. Die Kinder bieten mir sofort einen Kaffee an.

Auch ich bin gekommen, um bei strahlendem Sonnenschein am Einweihungsgottesdienst teilzunehmen. Rund 50 fröhliche Gäste stehen im Kreis und hören dem Posaunenchor zu, der zu diesem Anlass Live-Musik spielt.

Dann spricht Richard Esau. Es sei ihnen als Familie wichtig, sagt er, dass dieser Ort ein Begegnungsort wird. Sie wünschen sich, dass Gott sie segnet und dass die Buchhandlung für die Menschen in der Umgebung da sein kann.

Es gehe ihnen nicht in erster Linie darum, ein Geschäft zu machen. Neben ihm stehen drei Pastoren aus umliegenden Gemeinden. Nacheinander beten sie für das Projekt und sprechen der Familie ihren Segen zu.

Eröffnungsrede von Richard Esau
Eröffnungsrede von Richard Esau

„Selah, Raum für Stille und Hoffnung

Anschließend erklärt Richard, wie sie auf den Namen „Selah“ gekommen sind. Seine Frau Helene sei beim Bibellesen darauf gestoßen. „Selah“ steht in den Psalmen an Stellen, an denen beim Singen eine Pause gemacht wird – ein Moment der Stille und des Nachdenkens.

Genau das ist ihre Vision: Wenn Menschen den Laden verlassen, sollen sie nicht nur gute Bücher mitnehmen, sondern auch neue Hoffnung für ihren Alltag.

Nach der Feier führt Richard einige Besucher durch den Verkaufsraum. Besonders am Herzen liegen ihm Bibeln und Bücher über den Glauben. Dieses Angebot möchte er weiter ausbauen.

Logo der neuen Buchhandlung: Selah, lesen, glauben, leben
Logo der neuen Buchhandlung: Selah, lesen, glauben, leben

Mehr als ein Buchladen

Als ich Helene nach ihrem Lieblingsregal frage, muss sie nicht lange überlegen. Mit einem Lächeln zeigt sie auf die Bücher über christliche Ehe und Familie. Dafür will sie sich einsetzten.

Im Laden treffe ich auch Frau Neudorf. Sie ist die ehemalige Eigentümerin und hat den Buchladen an diesem Standort aufgebaut. Über die Jahre hat sie viele Kontakte in der Region geknüpft. Sie hat sich bereit erklärt, die neue Familie bei Bedarf weiterhin zu unterstützen. Gleichzeitig ist ihr bewusst, dass der Konkurrenzdruck durch den Onlinehandel groß ist. Umso wichtiger sei es, sagt sie, dass Menschen hier mehr finden als nur Bücher.


Als ich mich verabschiede, ist der Laden noch immer gut gefüllt. Es wird gelacht, geredet und gestöbert. Schon am ersten Tag zeigt sich: Hier entsteht ein Ort der Begegnung.


Verkaufsraum der Selah-Buchhandlung
Verkaufsraum der Selah-Buchhandlung

Selah Buchhandlung

Christliche Bücher & Geschenkartikel

Di-Sa: 9 - 13 Uhr | Di, Do, Fr: 14 - 18 Uhr

Portastraße 70, Porta Westfalica, Germany 32457


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