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Gesundheitsalarm in Durango: Tuberkulose und Brucellose in mennonitischen Viehbeständen festgestellt

Nuevo Ideal/Durango. In mennonitischen Siedlungen im mexikanischen Bundesstaat Durango ist eine strenge Viehquarantäne verhängt worden. Nach Angaben der Unión Ganadera de Durango wurden in den Kolonien Nueva Esperanza, La Cruz und Campo Verde Fälle von Rindertuberkulose und Brucellose festgestellt. Betroffen ist der landwirtschaftlich geprägte Raum um Nuevo Ideal, der für seine mennonitischen Betriebe, Milchproduktion und Viehhaltung bekannt ist.


Nach den bisher veröffentlichten Angaben stehen in den drei betroffenen Kolonien insgesamt rund 1.900 Rinder unter besonderer Kontrolle. Genannt wurden 928 Tiere in Campo Verde, 727 in Nueva Esperanza und 249 in La Cruz. Die Bestände gehören demnach 55 Produzenten. Für sie bedeutet die Quarantäne erhebliche Einschränkungen: Rinder dürfen aus den betroffenen Gebieten vorerst weder abtransportiert noch verkauft oder in andere Regionen des Bundesstaates oder Mexikos verbracht werden.



Die Behörden wollen mit diesen Maßnahmen verhindern, dass sich die Krankheiten auf weitere Bestände ausbreiten. Zugleich stehen lokale Verarbeitungsbetriebe unter epidemiologischer Überwachung. Besonders Milch und Milchprodukte spielen dabei eine wichtige Rolle, weil bei nicht pasteurisierten Produkten ein Gesundheitsrisiko für Menschen bestehen kann.

Rindertuberkulose wird durch das Bakterium Mycobacterium bovis verursacht. Die Krankheit betrifft vor allem Rinder, kann aber auch auf Menschen übertragen werden. Brucellose ist ebenfalls eine bakterielle Infektionskrankheit und kann bei Rindern unter anderem Fruchtbarkeitsstörungen und Fehlgeburten verursachen. Für Menschen besteht vor allem bei engem Kontakt mit infizierten Tieren oder beim Verzehr kontaminierter Rohmilchprodukte ein Risiko.


Für die mennonitischen Landwirte in Nuevo Ideal ist die Situation nicht nur ein gesundheitliches, sondern auch ein wirtschaftliches Problem. Viehhaltung und Milchproduktion sind in vielen Familienbetrieben wichtige Einkommensquellen. Eine Quarantäne kann Verkäufe verzögern, Lieferketten belasten und zusätzliche Kosten für Untersuchungen, Reinigung, Kontrolle und veterinärmedizinische Maßnahmen verursachen.


Nach Angaben der Unión Ganadera de Durango hatte der Bundesstaat in den vergangenen Jahren mehrere aktive Quarantänezonen wegen Rindertuberkulose und Brucellose. Diese Zahl sei inzwischen deutlich reduziert worden. Der Schwerpunkt der noch bestehenden Maßnahmen liege nun in Nuevo Ideal. Damit wird deutlich: Die Lage ist ernst, zugleich sehen die Behörden die Möglichkeit, den Ausbruch durch konsequente Kontrolle einzugrenzen.


Die betroffenen Produzenten arbeiten nach den vorliegenden Berichten mit den zuständigen Stellen zusammen. Dazu gehören Tests, Überwachung, Reinigung und die Kontrolle von Tierbewegungen. Erst wenn die offiziellen sanitären Voraussetzungen erfüllt sind, kann die Quarantäne aufgehoben werden.


Der Fall zeigt, wie empfindlich die Viehwirtschaft auf Tierseuchen reagiert. Gerade in Regionen, in denen Landwirtschaft, Familienbetriebe und lokale Verarbeitung eng miteinander verbunden sind, können solche Ausbrüche weitreichende Folgen haben. Für die mennonitischen Kolonien in Durango wird es nun darauf ankommen, die Vorgaben sorgfältig umzusetzen, um die Tiergesundheit wiederherzustellen, die öffentliche Gesundheit zu schützen und langfristig das Vertrauen in die regionale Produktion zu sichern.


Quellenliste

  1. UnoTV – „Alerta sanitaria en Durango: detectan tuberculosis bovina y brucelosis en campos menonitas“, 26. Mai 2026.

  2. BajaNews – „Durango reduce de siete a una las cuarentenas ganaderas por tuberculosis“, Mai 2026.

  3. SENASICA – „Tuberculosis Bovina“, mexikanischer Tiergesundheitsdienst.

  4. SENASICA – „Brucelosis en animales“, mexikanischer Tiergesundheitsdienst, 4. Mai 2021.

  5. Diario Oficial de la Federación – „Acuerdo para la operación de la Campaña Nacional contra la Tuberculosis Bovina“.

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