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Geschichtsausstellung, Bücherladen und Holzofen-Pizzeria als Brücke für Gespräche über den Glauben

Aktualisiert: vor 3 Tagen

Zentrum Menno Simons: Geschichtsausstellung, Bücherladen und Pizzeria
Zentrum Menno Simons: Geschichtsausstellung, Bücherladen und Pizzeria

In der mennonitischen Siedlung Villa Nueva ist Ende November ein neues Projekt fertiggestellt worden, das bewusst auf Begegnung setzt: ein christlicher Bücherladen, eine evangelistische Geschichtsausstellung und ein Holzofen-Pizzaangebot an einem Ort. Das Gelände liegt gegenüber der Klinik von Erwin Martens.


Originelle Einladung um sich mit der mennonitischen Geschichte zu befassen
Originelle Einladung um sich mit der mennonitischen Geschichte zu befassen

Diese Klinik ist bei den umliegenden mennonitischen Kolonien sehr gut bekannt und gilt bei vielen Mennoniten im Krankheitsfalle als erste Anlaufstelle. Zielgruppe dieses Projektes sind besonders Mennoniten aus den umliegenden Kolonien, die etwas mehr über die Geschichte der Mennoniten erfahren wollen.


Ein Grundstück mit klarer Zielsetzung


Initiator des Projekts ist Mathias Rindlisbacher, der in einem persönlichen Gespräch schildert, warum das Grundstück in Villa Nueva gekauft wurde: Es gehe darum, „den Altkolonie-Mennoniten auf den Ursprung des mennonitischen bzw. christlichen Glaubens hinzuweisen und die gute Nachricht Gottes in verständlicher, respektvoller Weise weiterzugeben.


Zum Zentrum Menno Simons dazugehörige Spielplatz
Zum Zentrum Menno Simons dazugehörige Spielplatz

Der Ansatz des Projekts : Interesse wecken , Gesprächsanlässe schaffen und auf den Glauben der Vorväter hinweisen, der im Wort Gottes verankert war.


Geschichte als Türöffner


Ein zentraler Gedanke: Mennonitische Geschichte spricht viele Menschen unmittelbar an. Mathias erklärt, dass die Geschichte der Täuferbewegung und der Mennoniten „voll von Männern und Frauen“ sei, die aus Überzeugung ihren Glauben lebten und entscheidende Schritte wagten, gegründet auf das Wort Gottes. Gerade deshalb eigne sich die historische Erzählung, um mit Altkolonie-Mennoniten ins Gespräch zu kommen – und dabei auch über grundlegende Glaubensfragen zu sprechen.


Ausstellung der mennonitischen Geschichte
Ausstellung der mennonitischen Geschichte

Die Ausstellung ist bewusst keine klassische Museumssammlung mit Artefakten. Stattdessen handelt es sich um eine Geschichtsausstellung mit Bannern: Nach Angaben des Initiators umfasst sie zehn Banner, die den Weg der Mennoniten „von anfangs in der Schweiz über Deutschland, Holland“ bis nach Bolivien nachzeichnen. Diese Darstellung soll Besucherinnen und Besucher anregen, Fragen zu stellen, Erinnerungen zu teilen und persönliche Gespräche zu beginnen.


Drei Bausteine, ein Ort


Aus dem Projekt sind „schlussendlich drei Dinge entstanden“:


Christlicher Bücherladen

Der Laden bietet Literatur und Materialien an. Als Beispiel wird genannt, dass auch die „Mennonitenpost“ dort verkauft wird. Der Bücherladen ist ein ruhiger Anlaufpunkt – für Interessierte aus den Gemeinden ebenso wie für Menschen, die wegen der nahegelegenen Klinik in Villa Nueva sind.


Bücherladen im Zentrum Menno Simons
Bücherladen im Zentrum Menno Simons

Evangelistische Geschichtsausstellung

Die Ausstellung nutzt die gemeinsame Geschichte als Brücke, um über Glauben ins Gespräch zu kommen. Sie ist so gestaltet, dass Besucher ohne Vorwissen folgen können und zugleich Anknüpfungspunkte für vertiefende Gespräche entstehen.


Geschichtsbanner anhand derer den Besuchern die Geschichte erklärt wird
Geschichtsbanner anhand derer den Besuchern die Geschichte erklärt wird

Holzofen-Pizza als Begegnungsangebot

Um den Standort attraktiver zu machen, wurde ein Pizzaofen (Holzofen) gebaut. Ein Bekannter des Initiators betreibt das Angebot aktuell „wie ein Pizzeria-Restaurant“. Die Idee dahinter ist praktisch: Wer in der Gegend ist – etwa rund um das Hospital/Krankenhaus – sucht oft auch einen Ort zum Essen. Beim Pizzaessen sehen Gäste dann gleichzeitig den Bücherladen und die Ausstellung und kommen leichter in Kontakt.


Der Steinofen wo die schmackhaften Pizzen hergestellt werden mit Ronny dem Pizzabäcker
Der Steinofen wo die schmackhaften Pizzen hergestellt werden mit Ronny dem Pizzabäcker


Betrieb und Öffnungszeiten: Das Projekt läuft an


Das Projekt ist seit Ende November fertiggestellt und befindet sich nun in der Startphase. Nach Angaben aus dem Team ist das Gelände unter der Woche geöffnet (von Montag bis Samstag); man könne „jederzeit vorbeikommen“.


Die Pizza wird derzeit dreimal pro Woche angeboten, jeweils Dienstag, Donnerstag und Samstag. Perspektivisch soll das Angebot ausgeweitet werden, um die Pizza künftig täglich anbieten zu können.


Hier können die Besucher vom Zentrum Menno Simons gemütlich eine Pizza essen
Hier können die Besucher vom Zentrum Menno Simons gemütlich eine Pizza essen


Wer führt das Projekt weiter?


Mathias selbst ist aktuell nicht mehr vor Ort. Er hat Bolivien Anfang Dezember mit seiner Familie verlassen und plant, für ca. drei Jahre in den USA zu bleiben, um ein Masterstudium in Theologie zu absolvieren, danach möchten sie wieder nach Bolivien zurückkehren.


Für die Fortführung wurden Zuständigkeiten festgelegt:

  • Das Ehepaar Ronny & Miriam Frese übernimmt nach seinen Angaben den Betrieb der Pizzeria/des Restaurants sowie die Unterhaltung des Geländes.

  • Der Bücherladen und die Geschichtsausstellung werden von der Bolivienhilfe verwaltet und im Alltag betreut, sodass das Projekt auch ohne die Anwesenheit des Initiators kontinuierlich geöffnet bleiben kann.


Ein Begegnungsraum mit missionarischem Profil


Das Projekt in Villa Nueva ist damit mehr als ein einzelnes Angebot: Es ist ein bewusst gestalteter Begegnungsraum, der Alltag (Essen), Information (Bücher) und Identität (Geschichte & Glaube) verbindet – mit einer klaren geistlichen Zielsetzung. Die Verantwortlichen zeigen sich dankbar, dass das Vorhaben abgeschlossen ist und nun „als abgerundetes Projekt“ starten kann.


Banner über Menno Simons nach dem die Mennoniten benannt sind
Banner über Menno Simons nach dem die Mennoniten benannt sind

Wer in Villa Nueva unterwegs ist, kann dort nicht nur einkehren, sondern auch ein Stück mennonitische Geschichte nachverfolgen – und, wenn gewünscht, mit Mitarbeitenden ins Gespräch kommen.


Informationen von dem Initiator des Projektes: Mathias Rindlisbacher

Kontakt und weitere Informationen über:

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