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Ein Glaubensbuch geht um die Welt


Die neue deutsche Ausgabe des Märtyrerspiegels findet weiterhin ihren Weg zu den Lesern. Nach Angaben des Verlags Samenkorn wurden aus dem eigenen Lagerbestand inzwischen 511 Exemplare verkauft. Allein im laufenden Jahr waren es bereits 43 verkaufte Exemplare.


Damit ist beim Verlag Samenkorn fast die Hälfte des eigenen Lagerbestandes verkauft. Die Zahlen zeigen: Das umfangreiche Werk wird nicht nur als historisches Buch wahrgenommen, sondern auch als geistliches Erinnerungsbuch für heutige Leser.


Auflage wurde auf mehrere Verlage verteilt


Die Gesamtauflage der neuen Ausgabe umfasst 3500 Exemplare. Bereits nach dem Druck gingen 1000 Stück direkt nach Amerika zu Grace Press. Eine ähnlich große Menge wird nach Angaben des Verlags vom Verlag Hirtenstimme verwaltet. Der übrige Lagerbestand liegt unter anderem bei Samenkorn.


Damit wird deutlich, dass die Neuauflage von Anfang an international gedacht war. Der Märtyrerspiegel erreicht nicht nur Leser in Deutschland, sondern auch täuferisch-mennonitische Gemeinden und Familien in Nord- und Südamerika.


Von Deutschland bis nach Bolivien


Wie weit der neue Märtyrerspiegel bereits verbreitet wird, zeigt auch ein Beispiel aus Südamerika. Ein konservativer Mennonit aus der Kolonie Riva Palacios in Bolivien bestellte sich ein Exemplar des neuen Märtyrerspiegels in Deutschland. Inzwischen ist das dreibändige Werk bei ihm angekommen. Stolz hält er den neuen Märtyrerspiegel in den Händen.


Abram Redekop mit seinem neuen Märtyrerspiegel
Abram Redekop mit seinem neuen Märtyrerspiegel

Das Bild macht sichtbar, was Verkaufszahlen allein nur nüchtern ausdrücken können: Dieses Buch findet seinen Weg bis in entlegene mennonitische Kolonien. Dort wird es nicht bloß als historisches Werk betrachtet, sondern als wertvolles Glaubenszeugnis, das an die Treue früherer Christen erinnert.


Gerade in konservativen mennonitischen Familien hat der Märtyrerspiegel seit Generationen einen besonderen Klang. Er steht für Glaubenstreue, Leiden um Christi willen und die ernste Bereitschaft, dem Herrn Jesus auch dann zu folgen, wenn Nachfolge etwas kostet.


Ein Werk mit besonderer Bedeutung


Die Neuauflage erschien 2025 im Zusammenhang mit dem 500-jährigen Täuferjubiläum. Sie besteht aus drei Bänden und wurde von den Verlagen Samenkorn e.V. und Hirtenstimme e.V. herausgegeben. Bereits beim Druck wurde hervorgehoben, dass nach fast 280 Jahren wieder eine gründlich überarbeitete deutsche Ausgabe erscheint.


Ansicht des neu gedruckten Märtyrerspiegels
Ansicht des neu gedruckten Märtyrerspiegels

Ziel der Bearbeitung war es, den Text leichter lesbar zu machen, erklärende Ergänzungen für heutige Leser einzufügen und das Werk in einer ansprechenden Form herauszugeben.

Der Märtyrerspiegel sammelt Berichte von Christen, die wegen ihres Glaubens verfolgt und getötet wurden. Gerade für täuferisch-mennonitische Leser ist das Buch deshalb mehr als ein historisches Nachschlagewerk. Es erinnert an Glaubenstreue, Leidensbereitschaft und die ernste Frage, ob Christen auch heute bereit sind, dem Herrn Jesus treu nachzufolgen.


Mehr als ein Buch für das Regal


Dass bereits Hunderte Exemplare verkauft wurden, ist bemerkenswert. Der Märtyrerspiegel ist kein kleines Andachtsbuch, sondern ein umfangreiches Werk, das Zeit, Aufmerksamkeit und inneres Nachdenken verlangt. Gerade darin liegt sein Wert.


In einer Zeit, in der viele Informationen schnell gelesen und ebenso schnell wieder vergessen werden, erinnert dieses Buch an Menschen, die ihren Glauben nicht nur mit Worten bekannten. Ihre Lebensgeschichten mahnen zur Standhaftigkeit, zur Treue zur Schrift und zu einem ernsten Christsein.


Interaktive Karte von Standorten aus dem Märtyrerspiegel
Interaktive Karte von Standorten aus dem Märtyrerspiegel

Auch weitere Arbeiten rund um den Märtyrerspiegel zeigen, dass das Interesse an diesem Werk neu erwacht ist. So wurden die im Märtyrerspiegel genannten Orte ausgewertet und auf einer Karte sichtbar gemacht. Dabei wurden 565 Orte erfasst, von denen 460 Orte heutigen Karten zugeordnet werden konnten. Solche Projekte helfen, die Berichte nicht nur zu lesen, sondern auch geschichtlich und geografisch besser einzuordnen.


Fazit


Der aktuelle Verkaufsstand macht deutlich: Der neu gedruckte Märtyrerspiegel wird angenommen. Bei Samenkorn sind bereits 511 Exemplare verkauft, davon 43 im laufenden Jahr. Zusammen mit den Beständen bei Grace Press in Amerika und dem Verlag Hirtenstimme zeigt sich, dass dieses alte Glaubenszeugnis wieder eine breite Leserschaft erreicht.


Das Beispiel aus Riva Palacios in Bolivien zeigt besonders anschaulich, dass der Märtyrerspiegel nicht nur in Lagern und Verkaufslisten steht, sondern tatsächlich bei den Familien ankommt. Dort wird er gelesen, aufbewahrt und als geistliches Erbe geschätzt.

Der Märtyrerspiegel bleibt damit nicht nur ein Buch der Vergangenheit. Er spricht auch heute zu Gemeinden, Familien und einzelnen Lesern, die sich fragen, was Treue zu Christus kostet und was sie wert ist.


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