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Weltverfolgungsindex 2026: Christenverfolgung nimmt weltweit zu

Verfolgung wegen des Glaubens gehört nicht nur zur Vergangenheit der Mennoniten und Täufer, sondern auch zur Gegenwart vieler christlicher Gemeinschaften.

Der neu veröffentlichte Weltverfolgungsindex 2026 zeigt, dass Christen in vielen Teilen der Welt weiterhin stark unter Druck stehen.

Weltverfolgungsindex 2026 von Open Doors
Weltverfolgungsindex 2026 von Open Doors

Neuer Höchststand weltweit

Das christliche Hilfswerk Open Doors hat den Weltverfolgungsindex 2026 vorgestellt. Die Zahlen sind deutlich: Rund 388 Millionen Christen erleben weltweit ein hohes oder sehr hohes Maß an Verfolgung. Das ist so viel wie nie zuvor.

Verfolgung zeigt sich auf unterschiedliche Weise – durch Gewalt, durch Angst im Alltag oder durch staatliche Kontrolle.

Ausmaß der Verfolgung nach Indexpunkten (Quelle: Open Doors)
Ausmaß der Verfolgung nach Indexpunkten (Quelle: Open Doors)

Nordkorea auf Platz eins

An erster Stelle der Rangliste steht erneut Nordkorea. Christen gelten dort als Feinde des Staates. Viele werden verhaftet und in Arbeitslager gebracht. Dort drohen Folter und Tod. Christlicher Glaube ist streng verboten.

Nordkorea ist mit 97 Punkten auf Platz 1 (Quelle: Open Doors)
Nordkorea ist mit 97 Punkten auf Platz 1 (Quelle: Open Doors)

Syrien: Die Lage verschlechtert sich stark

Besonders deutlich hat sich die Situation in Syrien verschärft. Das Land ist im Index von Platz 18 auf Platz 6 gestiegen.

Christen berichten von Gewalt, Einschüchterung und Drohungen. Kirchen wurden angegriffen, viele Menschen haben Angst, ihren Glauben offen zu leben. Nur noch etwa 300.000 Christen leben heute in Syrien. Viele haben das Land verlassen.

Syrien ist mit 90 Punkten auf Platz 6 (Quelle: Open Doors)
Syrien ist mit 90 Punkten auf Platz 6 (Quelle: Open Doors)

Gewalt und Flucht in Afrika

Ein Schwerpunkt der Christenverfolgung liegt in Subsahara-Afrika. In mehreren Ländern nutzen bewaffnete Gruppen schwache staatliche Strukturen aus.

In Nigeria ist die Lage besonders schlimm. Dort wurden mehr Christen getötet als in jedem anderen Land der Welt. Viele Familien mussten fliehen, ganze Dörfer wurden verlassen.

Auch im Sudan sind Millionen Menschen auf der Flucht. Der Bürgerkrieg verschärft die Not der christlichen Bevölkerung.

Nigeria ist mit 89 Punkten auf Platz 7 (Quelle: Open Doors)
Nigeria ist mit 89 Punkten auf Platz 7 (Quelle: Open Doors)

Verfolgung ohne offene Gewalt

Nicht überall geschieht Verfolgung mit Waffen. In manchen Ländern wird christliches Leben Schritt für Schritt eingeschränkt.

In China kontrolliert der Staat Kirchen stark. Online-Gottesdienste und christliche Angebote für Kinder und Jugendliche sind oft verboten. Viele Christen treffen sich nur noch heimlich in kleinen Gruppen.

China ist mit 79 Punkten auf Platz 17 (Quelle: Open Doors)
China ist mit 79 Punkten auf Platz 17 (Quelle: Open Doors)

Parallelen zur Geschichte der Mennoniten

Die Berichte aus dem Weltverfolgungsindex erinnern an die Geschichte der Mennoniten und Täufer. Auch sie wurden wegen ihres Glaubens verfolgt, eingesperrt oder getötet. Viele mussten fliehen und ihre Heimat verlassen, um überleben zu können.

Was für Täufer vor Jahrhunderten bittere Realität war, erleben heute viele Christen weltweit. Der Weltverfolgungsindex macht sichtbar, dass religiöse Verfolgung kein abgeschlossenes Kapitel der Geschichte ist, sondern für Millionen Menschen bis heute zum Alltag gehört. Hier geht es zur Karte mit Orten, die mit der Verfolgung der Täufer in Verbindung stehen


Mitteleuropa auf einer Karte von 1599, ungefähre Lage der meist erwähnten Orte des Märtyrerspiegels
Mitteleuropa auf einer Karte von 1599, ungefähre Lage der meist erwähnten Orte des Märtyrerspiegels

Informationen zur Verfolgung von Täufern:

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