Neubau eines Menno-Simons-Hauses in Witmarsum
- Andreas Tissen

- vor 18 Minuten
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Im Dorf Witmarsum(Niederlande), dem Geburtsort von Menno Simons, wird zurzeit ein neuer Treffpunkt für Gäste aus aller Welt gebaut. Es entsteht direkt neben der mennonitischen Kirche und heißt „It Menno Simons Hûs“.
Jedes Jahr kommen tausende Besucher hierher, und es werden immer mehr. Bald wird ihnen ein eigenes Haus zur Verfügung stehen, in dem sie willkommen sind und in Ruhe ankommen können.

Warum der Neubau nötig ist
Seit vielen Jahren kommen Täufer und Mennoniten nach Witmarsum. Für manche ist es wichtig, einmal den Ort zu sehen, an dem Menno Simons geboren wurde und von wo aus sein Dienst begann.
Doch oft war die Kirche geschlossen, oder es gab keinen Raum, um Besucher zu empfangen. Für Gruppen fehlte Platz. Auch einfache Dinge wie Toiletten oder eine Möglichkeit, Kaffee oder Tee anzubieten, waren nicht ausreichend vorhanden.
Das passte nicht zu dem Wunsch, Gäste freundlich aufzunehmen. Darum entschloss man sich zu einem Neubau.

Schlichte und praktische Einrichtung
Das neue Haus soll bewusst schlicht bleiben. Es wird kein Museum und kein modernes Besucherzentrum im weltlichen Sinn. Es soll ein einfacher Treffpunkt sein.
Geplant ist ein heller Versammlungsraum mit Tischen und Stühlen. Dort können Gruppen sitzen, zuhören und miteinander sprechen. Man kann die Geschichte von Menno Simons erzählen oder einen kurzen Film zeigen.
Daneben wird es eine kleine Küche geben, damit man gemeinsam Kaffee oder Tee trinken kann. Auch gute sanitäre Räume gehören dazu. Außerdem ist eine kleine, einfache Ausstellung vorgesehen, die vom täuferischen Glauben und vom Leben der frühen Geschwister berichtet.
Alles soll verständlich und zurückhaltend sein, ohne viel Technik oder Ablenkung. Wichtig ist nicht das Anschauen, sondern das Gespräch.

Für wen das Haus gedacht ist
Dieses Haus ist in erster Linie für Mennoniten aus Europa, Nord- und Südamerika sowie aus anderen Ländern gedacht, die jedes Jahr hierher kommen. Manche suchen ihre familiären oder geistlichen Wurzeln. Andere möchten ihren Kindern zeigen, woher unser Weg als Täufer kommt.
Sie sollen nicht vor verschlossenen Türen stehen, sondern willkommen sein.
Das Haus soll ein Ort sein, an dem man sich als Geschwister begegnet, Erfahrungen austauscht, miteinander betet und im Glauben gestärkt wird. Auch Schulklassen oder einzelne Interessierte können kommen, um zu lernen, was der täuferische Glaube bedeutet.

Der Bau hat begonnen
Nach langer Planung und vielen Spenden aus verschiedenen Gemeinden konnte der Bau im September 2025 starten. Das Fundament ist gelegt und die Wände stehen bereits. Schritt für Schritt wächst das Gebäude.
Wenn alles gut geht, soll das Haus im Jahr 2026 fertig sein.

Ein Ort zum Erinnern und zum Weitergeben
Mit diesem Neubau möchte die Gemeinde das Erbe der Täufer treu bewahren. Die Geschichte von Menno Simons soll nicht vergessen werden. Vor allem aber soll der Glaube auch kommenden Generationen weitergegeben werden.

Quellen und weitere Informationen:










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