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Kolonie "Yanahigua"

Gründung 1992

Herkunft der Siedler: Kolonie Valle Esperanza



Ansiedlung

Im August 1991 zogen die ersten Familien in die Kolonie "Yanahigua". Diese Kolonie ist eine Tochterkolonie der Kolonie "Valle Esperanza". Die ersten Siedlerfamilien die nach "Yanahigua" kamen waren Jakob Friesen, Peter Harms und Bernhard Löwen.


"Yanahigua" liegt 30 Kilometer östlich von der Kolonie "Valle Esperanza" und 140 Kilometer nordöstlich von Santa Cruz. Die Kolonie hat 30 Kilometer Erdweg bis zu der Asphaltstraße die Santa Cruz mit San Ramon verbindet.


Der Grund für die Umsiedlung war die Landnot in der Mutterkolonie.


Das neu erworbene Landstück hatte eine Größe von 8000 Hektar, wovon 2000 Hektar bereits gerodet waren. Auf diesem Land wurden dann die ersten Dörfer errichtet. Mit Raupenschleppern wurde dann binnen 2 Jahren die restliche Fläche gerodet und für die Landwirtschaft vorbereitet.



Schule

Schon im Jahre 1992 wurde in der zweiten Linie eine Schule gebaut und als erster Schullehrer unterrichtete Kornelius Martens ungefähr 25 Schulkinder.


Im November 2007 hat die Kolonie 6 Schulen mit je einem Schullehrer und insgesamt 236 Schulkindern.


Krankenpflege

"Yanahigua" hatte anfänglich keine Krankenpfleger. Auch später haben sich keine Personen mit der Krankenpflege beschäftigt. Es gab in der Kolonie "Yanahigua" lediglich eine kleine Apotheke wo Medikamente gekauft werden konnten. Bei Krankheitsfällen fuhren die Siedler anfänglich nach "Fortin Libertad" oder nach Cotoca. Nachdem im näher gelegenen Städtchen "Cuatro Caniadas" sich die Krankenversorgung verbessert hat, fuhren die Siedler dahin.


Gemeinde

Mit den Siedlern kam auch Prediger Heinrich Siemens in die neue Kolonie. Nach einem Jahr kam dann auch Prediger Jakob Banmann dazu.


Den Ältestendienst in der Gemeinde tat während der ersten Jahren Ältester Johann Löwen und später Ältester Franz Hamm, beide aus der Kolonie "Valle Esperanza".


Im Februar 2001 wurde dann Prediger Jakob Banmann als Ältester in der Kolonie "Yanahigua" bestätigt und er leitete die Gemeinde noch bis 2007. Ihm standen 4 Prediger und 1 Diakon zur Seite.


Die Gottesdienste begannen in der neu erbauten Schule in der zweiten Linie. 1997 wurde dann eine Kirche gebaut und eingeweiht.


2007 versammelten sich die Siedler zu den sonntäglichen Gottesdiensten in der Kirche und in einer Schule.


Wirtschaft

Während der ersten Jahre lebten die Siedler von der Landwirtschaft. Angepflanzt wurde im Sommer Soja und Mais und im Winter Weizen und Sonnenblumen. Dieses hat sich auch größten Teil so gehalten, wobei im Winter noch Sorghum für das Viehfutter dazugekommen ist.


Verursacht durch einige trockne Jahre hat die Milchwirtschaft einen festen Platz in der Altkolonie. Im Jahr 2007 gab es zwei Käsereien die Milch verarbeiteten, jedoch wurde die meiste Milch (ca. 15.000 Liter) von der großen Molkereigesellschaft "PIL" im Kühlwagen abgeholt.


Die Fleischproduktion hatte sich nie wirklich durchsetzen können.


Die Brunnen in der Kolonie haben eine Tiefe von 60 bis 80 Meter. Der Wasserdruck treibt das Wasser im Rohr bis auf 6 Meter. So reicht eine Rohrlänge für die Pumpanlage aus. Durchschnittlich ist es sehr gutes Wasser, aber bei manchen Brunnen kommt Salzwasser.

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