Franz Peters über die Zucht seines Riesenkürbisses

Hinter dem außergewöhnlich großen Kürbis von Franz Peters steckt viel Arbeit, Beobachtung und Erfahrung. Peters hat ausführlich beschrieben, wie er die Pflanze aufzog, vor dem wechselhaften Klima schützte und die entscheidende Blüte von Hand bestäubte. Am Ende brachte sein Kürbis 765,5 Kilogramm auf die Waage. Wie beachtlich dieses Gewicht ist, zeigt der Vergleich mit dem Weltrekord: Am 10. Oktober 2026 wurde in Rhode Island ein von dem US-Amerikaner Ron Wallace gezüchteter Kürbis mit 1.431,5 Kilogramm gewogen. Er ist damit der derzeit schwerste anerkannte Kürbis der Welt. Beide Kürbisse, sowohl der von Peters als auch der von Wallace gehören zu der selben Kürbisart.
Gerade bei solchen Dimensionen wird deutlich, wie erstaunlich das Wachstum einer Pflanze sein kann. Dabei zeigt Peters’ Erfahrung zugleich etwas, was jeder Landwirt kennt: Der Mensch kann säen, pflegen und für möglichst gute Bedingungen sorgen. Das eigentliche Wachstum kann er jedoch nicht selbst hervorbringen. Paulus bringt diesen Gedanken in 1. Korinther 3,6–7 auf den Punkt: Menschen pflanzen und begießen, aber Gott gibt das Wachstum.
Saatgut aus den USA
Bei dem Kürbis handelt es sich nach Angaben von Peters um die Sorte Atlantic Giant. Bei der Auswahl des Saatguts versucht er, möglichst gute Samen für die weitere Zucht zu bekommen.
Den Samen für seinen Kürbis erhielt er bereits vor etwa zwei Jahren aus dem Norden der Vereinigten Staaten. Von seinem jetzigen Kürbis möchte Peters ebenfalls Samen gewinnen und zum Verkauf anbieten.
Doch auch das beste Saatgut bietet keine Garantie dafür, dass daraus eine außergewöhnliche Frucht entsteht. Dazu passt der Gedanke aus Prediger 11,6: Der Mensch soll säen und seine Hand nicht ruhen lassen, weil er vorher nicht weiß, was schließlich gelingen wird. Gerade bei der Züchtung zeigt sich, dass sorgfältige Vorbereitung wichtig ist, der Erfolg aber nicht vollständig planbar bleibt.
Aussaat am 12. April
Peters setzte den Samen am 12. April zunächst im Haus ein. Dort hielt er ihn warm und konnte die Temperatur kontrollieren.

Etwa zehn Tage später, am 22. April, setzte er die junge Pflanze nach draußen in die Erde. Über ihr errichtete er zunächst ein kleines Gewächshaus, um die Pflanze warm zu halten. Zusätzlich spannte er ein Netz als Schutz gegen Hagel.

Danach wuchs die Pflanze weitgehend im Freien.
Hitze am Tag, Kälte in der Nacht
Eine der größten Schwierigkeiten bei der Kürbiszucht sind für Peters die starken Temperaturunterschiede. Nach seinen Erfahrungen wären Temperaturen zwischen ungefähr 18 und 28 Grad Celsius für die Pflanze günstig.
Die tatsächlichen Bedingungen können jedoch deutlich davon abweichen. Peters berichtet von heißen Tagen mit 35 bis 38 Grad Celsius, während die Temperaturen nachts bis auf 8 oder 10 Grad sinken können.
Gerade diese heißen Tage und kalten Nächte bezeichnet er als eine der größten Herausforderungen bei der Kürbiszucht in Mexiko.

Um der Pflanze bessere Bedingungen zu schaffen, versucht Peters das Klima so weit wie möglich zu beeinflussen. Dabei verwendet er unter anderem Ventilatoren. Zeitweise setzte er außerdem einen Wasserkühler ein.
Ein größeres Gewächshaus würde ihm eine bessere Kontrolle der Temperaturen ermöglichen. Peters erklärt jedoch, dass ihm derzeit das Geld für den Bau eines solchen Gewächshauses fehlt.
Bestäubung von Hand
Besonders sorgfältig ging Peters bei der Bestäubung vor. Als sich die weibliche Blüte öffnete, bestäubte er sie selbst mit einer männlichen Blüte derselben Pflanze.

Dabei wollte er verhindern, dass Bienen zuvor andere Pollen in die Blüte eintragen. Deshalb schützte er die Blüte mit einem schwarzen Strumpf.

Auch die Temperatur spielte an diesem Tag eine Rolle. Peters stellte Flaschen mit Eis neben die Blüte, um sie während einiger Stunden kühl zu halten.
Damit überließ er einen wichtigen Teil der Züchtung nicht einfach dem Zufall, sondern versuchte, möglichst gute Voraussetzungen für die Entwicklung der Frucht zu schaffen. Dennoch konnte er das anschließende Wachstum nicht selbst bewirken. Gerade hier bekommt 1. Korinther 3,6–7 eine besondere Anschaulichkeit: Der Mensch tut seine Arbeit, aber das Leben und Wachstum kommen letztlich von Gott.
Tägliche Kontrolle und viel Geduld
Eine weitere Besonderheit seiner Zucht war die Gewichtskontrolle. Peters ließ den Kürbis auf einer Waage wachsen.

Dadurch konnte er nach eigenen Angaben jeden Tag verfolgen, wie der Kürbis schwerer wurde. Trotzdem bestand die Arbeit nicht nur aus sichtbaren Erfolgen. Zwischen Aussaat und fertiger Frucht lagen viele Wochen, in denen die Pflanze gepflegt, beobachtet und geschützt werden musste.
Zwischenstand auf der Waage: 200 Kilogramm. Peters ließ den Kürbis auf einer Waage wachsen und konnte dadurch täglich beobachten, wie stark das Gewicht der Frucht zunahm.
Das erinnert an Jakobus 5,7. Dort wird der Landmann als Beispiel für Geduld genannt. Er wartet auf die kostbare Frucht der Erde und kann die Entwicklung nicht beschleunigen, indem er ungeduldig wird.

Auch bei einem Riesenkürbis braucht es diese Geduld. Der Züchter kann Tag für Tag arbeiten, doch er muss warten, wie sich die Pflanze entwickelt und ob seine Bemühungen Frucht tragen.
Arbeit des Menschen und Wachstum von Gott
Für Franz Peters ist die Riesenkürbiszucht vor allem ein Hobby, an dem er große Freude hat. „Ich liebe dieses Hobby“, sagt er.

Gleichzeitig sammelt er mit jeder Saison neue Erfahrungen. Schon jetzt, so berichtet er, habe er weitere Ideen, wie er künftig einen noch größeren Kürbis züchten könnte. Das Ziel welches er sich für das nächste Jahr gesteckt hat, ist einen Kürbis zu züchten, der über eine Tonne wiegt.

Seine Arbeit zeigt eindrucksvoll, wie viel Sorgfalt hinter einer solchen Frucht stehen kann. Gutes Saatgut wird ausgewählt, die Pflanze wird vor Kälte und Hagel geschützt, die Blüte von Hand bestäubt und die Temperatur möglichst günstig beeinflusst.
Und doch bleibt am Ende die Erkenntnis aus 1. Korinther 3,7 bestehen: Nicht der Mensch kann das Wachstum hervorbringen. Er kann pflanzen, begießen, schützen und pflegen. Gott aber gibt das Wachstum.
Informationen und Bilder von Franz Peters





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