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Kolonie "Leoncito"

Gründung 1994

Herkunft der Siedler: Kolonien Boliviens



Ansiedlung

Die ersten Siedler die im Jahre 1995 in die kleine Siedlung "Leoncito" zogen waren die jung verheirateten Brüder Heinrich und Willi Görtzen. Da sie bei ihren Eltern in der Kolonie "Canadiense 2" wohnten, suchten se nach Möglichkeiten, sich etwas Eigenes aufzubauen.


Als dann 1994 ein Landstück von 500 Hektar in der Nähe der Mutterkolonie zu sehr günstigem Preis angeboten wurde, kaufte Heinrich Görtzen das Land und begann mit dem Aufbau eines Hauses auf dem Land. Willi Görtzen kaufte anschließend auch Land.

Dieses Land wurde dann später an 3 Ehepaare aus Kanada verkauft, die früher mal in Bolivien gewohnt hatten.


So kam es, dass das Ehepaar Jakob Görtzen, aus Kanada kommend, von Heinrich Görtzen die neue Wohnung pachtete und als Erste in "Leoncito" wohnten.


Bald zogen dann die anderen 3 Familien auch in diese Kolonie.



Schule, Krankenpflege, Gemeinde

Da in dieser Kolonien immer nur 4 Ehepaare gewohnt haben und schon bei der Besiedlung nur 1 Ehepaar noch Kinder im Schulalter hatte, hat es in "Leoncito" niemals Schulunterricht gegeben.


Bei Krankheiten fuhr man in die Mutterkolonie "Canadiense 2" oder nach Santa Cruz.


Die 4 Ehepaare nahmen an den Gottesdiensten in der Mutterkolonie "Canadiense 2" oder in der benachbarten Kolonie "Campo Leon" teil, sodass es in "Leoncito" nie zu einer Gemeindegründung kam.




Wirtschaft

Während der ersten Jahre der Ansiedlung wurde auf dem frisch gerodeten Land Soja und Sorghum angepflanzt. Bald aber wurde mit der Viehwirtschaft begonnen und diese rückte in den Vordergrund.


Zwei Familien betrieben über mehrere Jahre mit Erfolg eine Milchwirtschaft. Erst wurde der Käse Zuhause gemacht. Als dann in der benachbarten Kolonie "Canadiense 2" eine Käserei eröffnet wurde, wurde die Milch dorthin gebracht. Die anderen zwei Familien begannen bald nach der Ansiedlung mit der Haltung von Fleischvieh.


Heute beschäftigen sich alle 4 Familien mit der Fleischviehhaltung ohne extra Fütterung, obzwar gelegentlich auch etwas Futter angepflanzt wird.


Das Wasser in "Leoncito" kommt aus Brunnen, die 55 bis 65 Meter tief sind und viel und gutes Wasser liefern. Der Wasserdruck treibt das Wasser bis auf 10 Meter unter die Oberfläche.

Informationen von Heinrich Görtzen

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