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Nueva Holanda

Gründung der Kolonie 1984
Herkunft der Siedler: Kolonie "Las Pavas"
Gemeindeleiter: Johann Giesbrecht

Ansiedlung

Im Jahre 1983 zogen die ersten Siedler in die Kolonie "Nueva Holanda". Die Siedler kamen anfangs wohl alle aus der Kolonie "Las Pavas".


Die Gründe der Umsiedlung waren unterschiedlich. Einmal war es 1981 zu einer Trennung in der Reinländer Gemeinde gekommen und so hatte sich die neue Sommerländer Gemeinde gebildet. Da in der Kolonie "Cupesi", einer Tochterkolonie von der Kolonie "Las Pavas", eine Reinländer Gemeinde unter Ältesten Nickel gebildet hatte, so wurde auch an eine neue Siedlung für die Sommerfelder Gemeinde gedacht. Weitere Gründe für die Umsiedlung waren auch die Diebstähle in der alten Kolonie, sowie eine Aufbruchstimmung wieder etwas neues anzufangen.


So wurde ein Landstück 35 Kilometer von Pailón und 85 Kilometer von Santa Cruz entfernt gekauft. Die ersten Familien die im Mai 1983 auf das neue Land zogen waren Jakob und Tina Wiebe.

Schule

Schon im ersten Jahr wurde in der Kolonie ein Schulgebäude gebaut. Es war ein Holzhaus, das von der Kolonie "Cupesi" eingefahren wurde. Der Unterricht begann im Dezember 1983. Als erster Schullehrer unterrichtete David Töws ungefähr 13 Schulkinder.


Im November 2007 hatte die Kolonie "Nueva Holanda" 8 Schulen mit je einem Schullehrer und insgesamt 130 Schulkindern.

Krankenpflege

Bei der Ansiedlung kamen etliche Personen aus der alten Kolonie mit, welche sich auf privater Ebene mit der Krankenpflege beschäftigten. Später haben dann Eva Friesen und Anne Giesbrecht mit einer Apotheke und Impfen geholfen. Bei schwierigen Krankheitsfällen fuhr man in die Stadt nach Santa Cruz.


Durch die besseren Wege und die besseren Transportmöglichkeiten ist es heute so, dass bei Krankheiten direkt nach Santa Cruz gefahren wird.

Gemeindearbeit

Ältester Peter W. Giesbrecht, die Prediger Johnn A. Peters, Abram Wiebe, Peter H. Derksen, Johann W. Friesen und Diakon Peter G. Doerksen begleiteten die Sommerfelder Gemeinde, als sich die Siedler in "Nueva Holanda" niederließen.


Im Jahr 2006 trat Ältester Peter W. Giesbrecht aus Altersgründen von aktiven Ältestendienst zurück und sein Sohn Johann Giesbrecht wurde als Ältester der Sommerfelder Gemeinde bestätigt.


Im November 2007 standen ihm 5 Prediger und 1 Diakon zur Seite.


Während der ersten Jahre der Ansiedlung wurden die Gottesdienste in den Schulen abgehalten. Im Jahre 1983 wurde dann die erste Kirche gebaut.


Im November 2007 hatte die Kolonie "Nueva Holanda" 2 Kirchen, wo die Gottesdienste abgehalten wurden.

Wirtschaft

Die Rodungen des Waldes wurden direkt mit Raupenschleppern gemacht. So konnte schnell viel Land für den Ackerbau vorbereitet werden.


Anfänglich wurde im Sommer Soja angepflanzt und im Winter Weizen. Dazu kam dann noch Sorghum und Mais als Viehfutter.


2007 waren Soja und Weizen immer noch die Hauptanbauprodukte. Zwischendurch wurden auch, bedingt durch die guten Preise, verstärkt Sonnenblumen und Mais angebaut.


Aus der alten Kolonie brachten die Siedler ihre Milchkühe, meist der Rasse Schweizerbraun, mit und so wurde direkt auch mit der Milchverarbeitung begonnen. An Anfang wurde die Milch in den Privatheimen zu Käse verarbeitet und dann verkauft, später begann einzelne Milch aufzukaufen um mehr Käse produzieren zu können. Diese privaten Käsereien konnten sich aber nicht lange halten und so beschloss die Altkolonie eine Käserei auf kooperativsbasis zu gründen. Diese Käserei wurde 2002 aufgebaut und verarbeitet die Milch aus der Kolonie. Die bessere Milch wird an die große Molkereigesellschaft "PIL" weiterverkauft.


Der Fleischtierhaltung wird bei trockenen Jahren immer wieder mehr Aufmerksamkeit geschenkt, aber wenn die Ernteerträge wieder besser werden, verlagert sich der Schwerpunkt wieder auf die Landwirtschaft.


Die Haupteinnahmen der Kolonie "Nueva Holanda" kommen aus der Landwirtschaft. Nur ein kleiner Teil wird durch die Milch- und Viehwirtschaft erbracht.


Die Wasserversorgung erfolgt über Brunnen. In den Anfangsjahren wurden die Brunnen bis zu 50 bis 60 Meter tief gemacht worden, die gutes Wasser lieferten. Heute sind die meisten Brunnen zwischen 90 bis 100 Meter tief. Das Wasser aus den tieferen Brunnen ist sehr gutes Wasser und es ist nicht so kalkhaltig. Der Wasserdruck treibt das Wasser bis auf 7 Meter unter die Oberfläche.

(Informationen aus einem Buch über "Nueva Holanda" geschrieben von Frau Greta (Bernhard) Penner)

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