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Centro Shalom

Gründung der Siedlung 1997
Herkunft der Siedler: Kolonie "Valle Esperanza"
Gemeindeleiter: Paul Buhler

Ansiedlung

Im Oktober 1997 zogen die ersten Familien Johann Harms und Heinrich Janzen in die Neusiedlung "Shalom". Die meisten Siedler kamen ursprünglich aus der Kolonie "Valle Esperanza".


Hauptgrund für die Umsiedlung war der Kontakt mit Missionaren der Missionsgesellschaft GMU aus Kanada, wodurch es zu einer geistlichen Neuorientierung etlicher Ehepaare kam. Dieses führte zu Differenzen mit der konservativen Heimatgemeinde. Als beste Lösung wurde von beiden Seiten gesehen, dass die Familien, die innerhalb der bestehenden Gemeinden ein Fremdkörper wurden, sich außerhalb der Kolonie "Valle Esperanza" einen Wohnplatz suchten. So wurden 10 Kilometer nördlich von "Cuatro Caniadas" und 120 Kilometer nordöstlich von Santa Cruz an der Asphaltstraße gegenüber der Kolonie "Valle Esperanza" ein Kirchnzentrum genannt "Shalom" angefangen. 


Dann wurde von Privatfamilien, die in der Kolonie ihre Wirtschaften an Nachbarn verkaufen konnten, anschließend an das Kirchenzentrum "Centro Shalom" Land gekauft und besiedelt.

Schule

Schon im Jahre 1998 begann der Schulunterricht im Kirchenzentrum mit David Dias als ersten Schullehrer und 4 Schulkindern. Unterrichtet wurde in spanischer Sprache, angeschlossen an das nationale Unterrichtsprogramm.


Während der folgenden Jahre wurde nach Möglichkeit auch etwas die deutsche Sprache unterrichtet, doch blieb Spanisch die Schulsprache.


Im Jahre 1999 wurde ein Schulgebäude mit mehreren Klassenräumen gebaut, wo bis heute noch unterrichtet wird. Im November 2007 hatte die Schule einen Lehrer und 12 Schulkinder.

Krankenpflege

Unter den Siedern von "Centro Shalom" gibt es bis heute keine Krankenpflege. Bei Krankheitsfällen fährt man in die benachbarte Kolonie "Valle Esperanza" oder in das Städtchen "Cuatro Caniadas". Bei schweren Fällen fährt man in die Krankenhäuser nach Santa Cruz.

Gemeinde

Als erster Prediger begleitete Dietrich Löwen aus Kanada den Aufbau des Kirchenzentrums. 1998 schlossen sich hier dann etliche getaufte Gläubige zu einer selbstständigen Gemeinde zusammen. Diese Gemeinde wurde "Evangelische Missions Gemeinde" (EMG) genannt und die ersten Jahre von Prediger Dietrich Löwen geleitet.


2007 wurde die immer och kleine Gemeinde von Prediger Paul Buhler, der 2004 als Prediger aus der Lokalgemeinde eingesegnet wurde, geleitet. Ihm standen freiwillige Helfer zur Seite.

Wirtschaft

Die ersten Familien brachten ihre Landmaschinen aus der Kolonie mit in die neue Siedlung und verdienten ihren Lebensunterhalt meistens mit Maschinenarbeiten in der Umgebung. Dann wurde mehr Land gekauft und eigene Ackerwirtschaft kam dazu. Angepflanzt wird bis heute hauptsächlich Soja und Sorghum.


Während der Jahre hat sich die Viehwirtschaft entwickelt, doch kommen die Haupteinnahmen immer noch aus der Landwirtschaft. Auch das Arbeiten mit Maschinen in der Umgebung bringt manche Finanzen in die einzelnen Familien.


Die Wasserversorgung wird durch Brunnen gewährleistet die eine Tiefe von 80 Meter haben. Das Wasser steigt im Rohr bis auf 6 Meter unter der Oberfläche. Es ist sehr gutes Grundwasser.

(Informationen von Heinrich Janzen)

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